ä. Die Eroberung der Chinesenstadt Tientsin.
Die Beschießung des Ostarsenals. — Zwei gewaltige Explosionen. — Das Ostarsenal wird iin Stnrm genommen. — Wiederherstellung und Sicherung der Strecke Tongku-Tientsin. — Feuergefechte am Bahnhof und in der chinesischen Vorstadt. — Die Beschießung der Fremdenniederlassung aus der ummauerten Chinesenstadt wird wieder aufgenommen. — Das sogenannte Westarsenal wird erobert. — Der Augriff auf die „City". — Russen, Deutsche und Franzosen fassen die chinesischen Artilleriestellungen am Lutai-Kanal in der Flanke und erbeuten 12 Geschütze. — Der Straßenkampf iu der Vorstadt. — Die „City" wird tags darauf genommen, besetzt und teilweise verbrannt.
Durch das Eintreffen der Ersatztruppen und die Rückkehr der Expeditionstruppen waren die in Tientsin versammelten Streitkräfte um ein Bedeutendes gestiegen — so fährt der Augenzeuge der Kämpfe in Tientsin im „Ostasiatischen Lloyd" fort. Der Geist und die Thatkraft der schwerbedrängten Bewohner der Fremdenniederlassungen und auch der Truppen mußten sich hier neu beleben und kräftigen. Endlich zeigte sich die Möglichkeit, durch energische Offensivvorstöße den Ring von innen zu sprengen, und den Chinesen das Bewußtsein der Überlegenheit zu nehmen. Schon am 27. gingen die Russen zum Kampf gegen das bereits beim Entsatz Tientsins angegriffene Ostarsenal vor, dessen Position ihr Lager schwer bedrohte.
Alle Nationen wollten dabei sein; auch unsere Matrosen, noch überanstrengt von den schweren Strapazen der vergangenen Wochen, wollten nicht zurückstehen. Zwei Kompagnieen wurden alarmiert, und im Eilmarsch rückten sie über die Brücken bei der Militärschule den Russen zu Hilfe.
Ebenso wie das 3. Seebataillon mit seinen bisherigen Waffenbrüdern auch an diesem heißen Tage im Zentrum der russischen Kolonnen dem Feinde sich entgegenwarf, so fochten unsere braven Matrosen aus dem rechten Flügel der Verbündeten frisch und unerschrocken gegen die Wälle des Arsenals vorgehend, als ob die Mühen der eben überstandenen Expedition nichts für sie gewesen Wären.
Sengende Glut lag über dem weiten Brachfelde, über das so