^MWWWI
^>
Laxe Loast Ccistle.
Ober-Guinea.
^3ei der Schilderung Gber-Guineas, des langgestreckten Rüstengebietes zwischen der britischen Kolonie Sierra Leone und den deutschen Besitzungen an: Kamerun, werden wir nicht so weit ins Innere des Landes vordringen wie in Senegambien. Der Teil Afrikas, den: wir uns nun zuwenden, ist zwar nicht minder reich an Naturprodukten der verschiedendsten Art, ja er ist sogar stellenweise für europäische Kolonisation viel geeigneter als Senegambien, aber trotzdem reicht unsere Kenntnis desselben ineist nicht weiter als 50 bis ^00 Kilometer landeinwärts. Die weißen Stellen auf der Karte jenseits des noch von sagenhaftem Dunkel umhüllten Kong-Gebirges zeigen uns, welch riesiges Gebiet da noch seines Erforschers harrt. An der Küste befinden sich französische, englische, holländische, spanische und deutsche Besitzungen, mitten zwischen ihnen ein eigenartiges Zwittergeschöpf, ein nach europäischem Muster eingerichteter Negerfrcistaat, aber anch große Reiche einheimischer Könige spielen hier noch eine Rolle, obwohl die Küste schon fast vollständig von Europäern okkupiert ist und bald das letzte „herrenlose" Küstengebiet, welches als Lingangsthor zu dem dunkeln Erdteil dienen könnte, unter das Protektorat irgend einer europäischen Macht gestellt sein wird.
Auf einer weiten Strecke bietet die Küste Gber-Guineas einen unfreundlichen Anblick. So weit das Auge zu sehen vermag, erblickt es eine öde Sandfläche, deren Einförmigkeit nur durch einige Kokosnußbäume
Europas Kolonien. I. 17