Teil eines Werkes 
T. 1 (1911) Aufgaben und Verlauf, die Karte, Ergebnisse der Sammlungen, Ethnographisches / von Fritz Jäger. Mit Beitr. von A. Wedemeyer ...
Entstehung
Seite
81
Einzelbild herunterladen
 

244 Neplielinit. Elaneirobikratcrboden, zwischen oroßem und kleinem Salzsee.

Die Nephelinite des Elaneirobi sind dunkelgraue, zum Teil dunkelgriinlich-graue bis fast schwarze por- phyrischc Gesteine mit zahlreichen, teils kleineren, teils etwas größeren Einsprenglingen von Nephelin, der bald glasig frisch, bald weißlich getrübt ist, sowie solchen von Titanaugit, seltener von Aegyrinaugit in feinkörniger bis dichter Grundmasse. In dem Leucit- nephelinit tritt zu dem Nephelin noch reichlich Leucit in kleinen, makroskopisch nicht hervortreten­den Kriställchen hinzu. Die Grundmasse dieser Ge­steine besteht wesentlich aus Nephelin, Augit und auffallend viel Magneteisen. In dem Gestein des Kraterbodens zwischen dem großen und kleinen Salzsee tritt zu diesen Gemengteilen noch eine bräunliche Glasbasis hinzu. Diese Gesteine gehören einem femischen Typus der Nephelinitfamilie an. Sie sind aber stellenweise durch Führung von leuko- kraten Schlieren ausgezeichnet, in denen an Stelle des Titanaugits Aegyrinaugit tritt und stellenweise in geringer Menge auch Sanidin neben dem Nephelin erscheint.

236. Trachydolerit. Ende des Lavastromes auf der Südseite des Elaneirobikraterbodens.

245. Trachydolerit. Südliche Kraterwand des Elaneirobi.

246. Trachydolerit. Fundort wie 245.

247. Kalksinter. Alter Quellabsatz; Elaneirobi- Kraterwand.

248. Trachydoleritischer Tuff. Krater des Elaneirobi.

237-1

249 .1 Wasserproben aus den Seen des Elaneirobi-

250. kraters, siehe Abschnitt XII.

251-,

Die Trachydolerite des Elaneirobi sind ebenfalls zum Teil den Essexitporphyriten Bröggers nahe­stehende Gesteine, die in einer dunkelgrauen, fein­körnigen Grundmasse zum Teil etwas größere Ein­sprenglinge von dünntafeligem Plagioklas, sowie solche von Augit und Olivin enthalten. Das Gestein der südlichen Kraterwand ist ein tief dunkel grauer, basaltähnlicher Trachydolerit mit vielen kleinen Ein­sprenglingen von Augit und Olivin in einer fein­körnigen, ausgesprochen trachytoiden Grundmasse.

( 5 . Loolmalassin.

238. Trachydolerit. Loolmalassin, Hettnergipfel.

Dunkelgrünlich-graues, porphyrisches Gestein mit vielen kleinen Einsprenglingen von dünntafeligem Plagioklas und von Augit in einer feinkörnigen Grundmasse, die sich aus Plagioklas, reichlichem Sanidin, Nüdelchen von Aegyrinaugit, kleinen Täfel­chen von Biotit und spärlicher tiefdunkelbrauner, barkevikitischcr Plornblende und Magneteisen zu­sammensetzt. Ein Gehalt an Nephelin oder eines ihn ersetzenden Minerals der Sodalithgruppe konnte mit Sicherheit nicht festgestellt werden. Dieser Mitteilungen a. d. D. Schutzgebieten, Ergänzungsheft 4.

trachydolerit dürfte den phonolithoiden Trachydole- riten des Loolmalassin, die Rosenbusch 1 ) beschreibt, sehr nahestehen.

e. Ol Ossirwa.

239. Trachydolejit. Ossirwa, Gipfel der Zentral­kuppe.

240. Nephelinbasanit. Fundort derselbe.

241. Trachydolerit. (Typus Essexitporphyrit Brögger.) Ossirwa, kleiner Lavastrom im Atrium.

242. Nephelinbasanit. Ossirwa, Gipfel des'West­grates der Somma.

243. Verwitterte Asche. Lockerer, dunkelbrauner Boden des Ossirwa am Südwesthanm

o

Der Trachydolerit vom Gipfel der Zentralkuppe des Ossirwa ist ein etwas porös-rauhes Gestein von grauer Farbe, auf dessen vereinzelten Blasenräumen sich weißliche Zeolithkrusten angesiedelt haben. In der feinkörnigen Grundmasse liegen kleine, selten etwas größere Einsprenglinge von Augit und von Olivin. Nach dem mikroskopischen Befunde setzt sich die Grundmasse aus Plagioklas, verhältnismäßig viel Sanidin, etwas Nephelin, Säulchen von Augit, Blättchen von Biotit und Titaneisen, das zum Teil in winzigen keuligen Gebilden erscheint, sowie einer spärlichen gelblichen Glasbasis zusammen. Als Trachydolerit ist das Gestein durch hohen Gehalt an gefärbten Gemengteilen gekennzeichnet.

Das Gestein des kleinen Lavastromes im Atrium des Ossirwa ist ein dunkelgrauer, im angewitterten Zustande hellgrauer Trachydolerit, der in einer fein­körnigen Grundmasse zahlreiche Einsprenglinge von sehr dünntafeligem Plagioklas, die parallel angeord­net sind, sowie solche von Augit und mehr verein­zelte von Olivin enthält. Die Grundmasse besteht aus Leistchen von Plagioklas und von Sanidin, etwas Nephelin als Zwickelausfüllung zwischen den Feld- spatleistchen, der sich stellenweise anreichert, Augit in kleinen Säulchen, der zum Teil dem Aegyrinaugit angehört, spärlicher tiefbrauner Hornblende, Körn­chen von Magneteisen und etwas Titaneisen, sowie Apatit in verhältnismäßig reichlicher Menge.

Die Nephelinbasanite des Ossirwa sind dunkel­graue bis schwärzliche Gesteine mit vielen zum Teil größeren Einsprenglingen von Augit und Olivin in einer feinkörnigen Grundmasse, die aus Plagioklas, Nephelin, Augit, etwas Biotit und reichlichem Mag­netit besteht. Der Feldspat und der Nephelin bilden zwischen den idiomorph begrenzten Augitkriställchen der Grundmasse eine Art Füllmasse in derselben Weise, wie die Nephelinfüllmasse in den Nephelin- basalten.

17. Njarasagraben.

a. Südostufer.

126. Hellbrauner sandiger Lehm. Alluvialboden nahe der Stidecke des Njarasasees.

i) Rosenbusch, Mikroskop. Physiogr., 4 - Aufl., 2. Bd.,

2. Hälfte, S. 1345-

11