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T. 1 (1911) Aufgaben und Verlauf, die Karte, Ergebnisse der Sammlungen, Ethnographisches / von Fritz Jäger. Mit Beitr. von A. Wedemeyer ...
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Grenzlinien einer Vegetationsformalion ist diese in Haarschrift näher bezeichnet.

Etwas ungleich wegen der Verschiedenheit der Grundlagen ist die Darstellung der Ansiedlungen aus­gefallen. In dem ganzen Gebiet der Karte kommen Geschlossene Dörfer kaum vor, sondern die Hütten sind zerstreut über die Fläche des bewohnten Landes. Solange nicht alle Hütten verzeichnet werden können, ist es daher das Beste, die be­wohnten und angebauten Landflächen zu bezeichnen. Genauer konnte dies jedoch nur in Mburu und Iraku nach meiner Aufnahme geschehen. Andere Auf­nehmer haben meist aus der großen Zahl der Hütten willkürlich einzelne verzeichnet, was nach den Dar­legungen auf S. 14 wenig Wert hat.

Namen.

Da wir sehr viel ohne Führer reisen mußten, habe ich nur wenige geographische Namen er­fahren. Was mir davon zuverlässig schien, ist ein­getragen. Die Mehrzahl der Namen, besonders auf dem Blatt in 1: 300 000, stammt von andern Auto­ren. Herr Bernhard Struck hatte die große Liebenswürdigkeit, die Namen linguistisch zu prüfen und geeignet zu transskribieren. Aus seiner Bearbeitung der Namen hat sich durch Einbezie- > hung anderer unveröffentlichter und veröffentlichter ! Materialien eine linguistische Untersuchung er- ! geben, die unter dem Titel:Die Sprachen der ; Tatoga und Irakuleute den Abschnitt XVI dieser j Veröffentlichung bildet.

X. Die meteorologischen Beobachtungen.

Aus finanziellen Gründen mußte leider davon abgesehen werden, diese zum Teil recht inter­essanten Beobachtungen, die meist von O e h 1 e r iremacht wurden, hier in extenso zu veröffentlichen. Manches wird in der landeskundlichen Beschreibung Erwähnung finden. Die Beobachtungen sind in 50 Exemplaren autographiert worden, von denen die

deutsche Seewarte, das Kolonialinstitut zu Ham­burg, das Reichskolonialamt, das Geographische und das Meteorologische Institut der Universität Berlin, die Gesellschaft für Erdkunde zu Berlin und etliche größere Universitätsbibliotheken welche besitzen und an Interessenten verleihen.

XI. Die von F. Jaeger in Deutsch-Ostafrika gesammelten Gesteine.

Bearbeitet von L. Finckh, Berlin.

1. Küste. i

1. Pleistocäner mariner Kalk. Dar-es-salam. j

2. Usigua.

2. Pyroxenplagioklasgneis. Eine Stunde siid- 1 lieh Kwa Rurna.

3. Eisenkonkretionen im lateritischen Ver- | witterungsboden. Zwischen Kwa Ruma und Kwa Mdoe.

4. Feinkörniger Granitit. Felsiges Bachbett; | Lagerplatz Luvalassi zwischen Kwa Ruma und Kwa Mdoe.

5- Amphibolit. Am Msangassi; zwischen Kwa Mlinde und Mlembule Kwa Tscharumbi.

6. Gang quarz. (Gang im Amphibolit 5.)

7 - Granatreicher Plagioklasaugitfels. Gipfel- j blocke des Berges Z. bei Mgera. |

8. Lateritischer, sehr eisenschüssiger Ver­witterungsboden des Gneises. Mgera.

9. Brecciöser Steppenkalk. In der Niederung zwischen Kijungu und Kibarbara.

3. Südöstliche Massaisteppe.

10. Granit. Wasserstelle Kibarbara.

Verhältnismäßig grobkörniges Tiefengestein, das wesentlich aus Quarz, Orthoklas, etwas weißlichem Plagioklas und spärlichem Biotit besteht.

11. Biotitgneis. Unter der Wasserstelle Kibar­bara am Nordhang des Berges Lossigido.

Fein- bis mittelkörniges hellgraues Gestein mit deutlicher Lagenstruktur, das in der Hauptsache aus Quarz, Feldspäten und dunklem Glimmer zusammen­gesetzt ist. Der Biotit, der von spärlichem Mus- kovit begleitet wird, reichert sich in dünnen Lagen etwas an.