79
lingc von Sanidin, weißlichem Plagioklas, der dem Andesin nahestehen dürfte, und von Augit liegen.
Die Grundmasse besteht im wesentlichen aus fluidal angeordneten Sanidinleistchen, die von Plagioklas- mikrolithen begleitet werden, verhältnismäßig reichlichem diopsidischen Augit in winzigen Säulchen und auffallend viel Titaneisenglimmer, der sich stellenweise anreichert. Dem Reichtum an gefärbten Gemengteilen und Erz nach steht dieser Trachyt dem Arsotrachyt nahe. Olivin konnte jedoch in der vorliegenden Probe nicht nachgewiesen werden.
272. Steppenkalk. Kraterboden von Ngorongoro.
Schmutzig-graues, fleckiges, dichtes, stellenweise etwas poröses Gestein, das in reichlicher Menge sein- feines Aschenmaterial, unter anderem winzige Augit- kriställchen einschließt.
273. Aschentuff. Flacher Hügel im Westen des Kraterbodens.
Schmutzig-gelb-braunes, mittelkörniges, mürbes Gestein mit sehr rauher Oberfläche, dessen grobe Aschenteilchen durch radialstrahligen Arragonit verkittet sind. Seinem Aussehen nach ist es ein den limburgitischen Laven des Ngorongoro zugehöriger basaltischer Tuff.
274. Steppenkalk. Kraterboden.
Schmutzig - hellgrauer, teilweise etwas poröser Kalk von ziemlich reiner Beschaffenheit.
275. Phonolithoider Trachyt. Westlicher Kraterrand.
252. Limburgit. Ngorongoro, kleiner Lavastrom im Südwesten des Kraterbodens.
Schwarzes, bräunlich geflecktes, stellenweise etwas poröses Gestein, das in sehr feinkörniger Grundmasse kleine Einsprenglinge von Olivin und von Titanaugit führt. Die Grundmasse besteht wesentlich aus Augit, reichlichem Magneteisen in winzigen Oktaederchen, farblosem Glas und etwas Plagioklas, der stellenweise als Füllmasse zwischen den übrigen individualisierten Gemengteilen auftritt.
Tn den bräunlichen Flecken ist der Augit gelbgefärbt, und neben dem Eisenerz findet sich etwas Pseudo- brookit. Diese Umwandlung ist auf die Wirkung von Fumarolengasen zurückzuführen.
253. Augittrachyt. Ngorongoro, Siidwest-Krater- rand.
Dunkelgraues, porös-rauhes Gestein, das sich durch Fehlen von makroskopisch hervortretenden Gemengteilen kennzeichnet. Wie der Augittrachyt des Keleruani-Berges ist auch dieses durch reichlichen Gehalt an Eisenerzen und gefärbten Gemengteilen ausgezeichnet. Olivin als mikroporphyrischer Einsprengling konnte vereinzelt nachgewiesen werden. Demnach ist dieses Gestein dem Arsotrachyt nahe verwandt.
254. Hellgrauer löcheriger Mergel. Ngorongorokrater, Südwestseite. Alter Seeabsatz des Kratersees.
255 - Trachytischer Aschentuff. Ngorongorokrater, Nordwestseite.
Feinkörniges, festes Gestein von schmutzigbräunlich-grauer Farbe, das aus feinem Aschenmate- \
rial besteht. Sicher bestimmbar sind Fragmente von Augit und von braunem Glimmer, die verhältnismäßig reichlich vorhanden sind neben Bruchstücken eines erzreichen, wohl trachytischen Gesteins.
b. Baumann-Hochland. ci. Ol Deani.
18r. Trachydolerit. Loirobi-Gipfel, Ol Deani.
182. Trachydolerit. Fundort derselbe.
256. Trachydolerit. Ol Deani, Schlucht bei Ndo- rossi.
257. Den Limburgiten nahestehender Basalt. Parasitischer Hügel. Südostfuß des Deani.
Die Trachydolerite des Deani gehören dem basaltoiden Typus der Trachydoleritfamilie an und stehen den Essexitporphyriten Bröggers nahe. Es sind graue porphyrische Gesteine mit mehr oder weniger zahlreichen Einsprenglingen von dünntafe- ligem Plagioklas, sowie mehr vereinzelten von Olivin und von Augit in einer feinkörnigen Grundmasse, die wesentlich aus Plagioklas, Augit und Magneteisen besteht. Der Plagioklas der Grundmasse wird von etwas Sanidin begleitet. In dem Gestein der Schlucht bei Ndorossi, dessen Grundmassc schlierig gebändert erscheint, tritt der Plagioklas als intra- tellurische Ausscheidung mehr zurück. Nur ganz vereinzelte kleine Täfelchen von Plagioklas lassen sich neben kleinen Einsprenglingen von Augit und Olivin in der grauen feinkörnigen Grundmasse erkennen.
Das Gestein eines parasitischen Hügels am Südostfuß des Deani ist ein dunkelgraues bis fast schwarzes, porphyrisches Gestein mit zahlreichen, zum Teil etwas größeren Einsprenglingen von Titanaugit und frischem Olivin in einer feinkörnigen Grundmasse, die aus Augit, Magneteisen und etwas Plagioklas besteht. Zu diesen wesentlichen Gemengteilen tritt noch etwas Biotit und in sehr geringer Menge eine braune Hornblende hinzu. Es ist ein den Limburgiten nahestehender Basalt, der ebenso wie die Trachydolerite des Deani eine Ergußform eines essexitischen Magmas darstellt.
ß. Malanja-Vulkan,
183. Nep hei in i toi d er Phonolith. Stidostluß des Malanja-V ulkans.
228 u. 229. Nephelinitoider Phonolith. Kraterrand des Malanja-Vulkans.
Die Gesteine des Malanja-Vulkans sind den Ne- pheliniten des weiteren Gebiets nahestehende Phono- lithe. Es sind dunkelgrünlich-graue porphyrische Gesteine, die in einer feinkörnigen bis dichten und matt glänzenden Grundmasse zahlreiche, teils nui kleinere, teils etwas größere Einsprenglinge von glasig frischem Nephelin und von Ägyrinaugit enthalten. Die mikroskopische Untersuchung hat ergeben, daß die Grundmassc im wesentlichen aus idiomorphem Nephelin, Leistchen von Sanidin, Säulchen von Ägyrin und in dem Gestein vom Südostfuß des Malanja einer reichlichen Glasbasis von bräunlicher Farbe besteht. Die Einspi englingc