166
Asien.
Göttersitze ist, den alljährlich im schneefreien Juli und August gegen 20000 buddhistische Pilger in weißen Kleidern besteigen, um von ihm aus den Sonnenaufgang und die Natur zu bewundern. (Rein).
Das Klima Ostasiens zeigt große Verwandtschaft mit dem der Monsungebiete Südasiens. Im Sommer bringt der warme Südostmonsun reiche Niederschläge, während im Winter der trockene und kalte Nordost- bezw. Nordwestmonsun weht. In China bildet die östliche Fortsetzung des Kuenlun, die Wasserscheide zwischen Jangtsekiang und Hoangho. auch eine wichtige Klimascheide. Im nördlichen China ist das Klima schon kontinentaler.
Peking, unter dem 49. Parallelkreise, bat eine viel größere Januarkälte (von —4 1/ 2° C.) und Juliwärme von (+26° C.) als die Gegenden gleicher Breite in Europa.
Infolge der Übereinstimmung des Klimas zeigen auch Pflanzen- und Tierleben in den südlichen Gegenden Ostasiens eine ähnliche Entfaltung wie in den Monsungebieten Südasiens. In China treten nördlich von der oben bezeichneten Klimascheide an die Stelle der immergrünen Wälder solche mit blattwechselnden Holzgewächsen, und in Japan vollzieht sich dieser Übergang etwa auf dem 35. Parallel. Das südliche Japan zeigt also noch die subtropischen Formen und die subtropische Fülle des Pflanzenwuchses. Aber auch die angrenzende Zoue mit blattwechselnden Bäumen und Sträuchern zeichnet sich durch eine Artenzahl und einen Formenreichtum der Holzgewächse aus, wie unter solcher Breite nirgendwo auf Erden.
Während in Europa nur 33 Gattungen mit 80 Arten von Holzgewächsen vorkommen, weist das ostasiatische Monsungebiet 66 Gattungen mit 168 Arten auf. Ihm näher kommt nur das östliche Waldgebiet Nordamerikas mit ebenfalls 66 Gattungen und 155 Arten. Eine sehr bunte Artenmischung zeichnet die ostasiatischen Wälder vor den europäischen aus.
b) Das Kulturbild.
Gleich dem Monsungebiete Südasiens verdanken auch die ostasiatischen Monsunländer ihren hohen AVert für die menschliche Besiedelung und ihre Bedeutung für den Welthandel dem großen Reichtum an pflanzlichen Erzeugnissen. Große Wärme und reichliche Niederschläge während des Sommers und streckenweise sehr- fruchtbarer Boden riefen die nämliche Gunst für die Pflanzenkulturen wie dort hervor. Am fruchtbarsten sind das Chinesische Tiefland und das Lößgebiet des nordwestlichen China.
Der klimatische Vorzug des südlichen China und des südlichen Japan vor den nördlichen (Gebieten ist besonders an der Verbreitung der für den Welthandel wichtigsten Kultur Ostasiens, des JTegJwHies, zu erkennen. Seine Nordgrenze fällt im allgemeinen mit der Klimascheide des östlichen Kuenlun, in Japan mit dem 35. Parallel zusammen. In den nördlichen Gebieten ist die Winterkälte für den Teestrauch, der nur bis — 10° C ertragen kann, zu groß. Sowohl das südliche China als auch das südliche