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Asien.
und erfreut sich wegen seiner humanen Gesinnung allgemeiner Beliebtheit. Unter seiner Regierung wurde unter anderm die Todesstrafe aufgehoben.
In der Nähe von Lhasa befinden sich drei große Klöster, von denen eins 8000, das zweite 5000 und das dritte 2000 Geistliche beherbergt. Dieselben gehören zur Sekte der Gelbmützen und sind untereinander vollständig unabhängig.
3. Die Monsungebiete Südasiens.
a) Das Landschaftsbild.
Auf der Südseite des Himälaya fällt Hochasien steil zum Tieflande ab. Diesem entsteigt weiter südlich wieder ein höher gehobenes Gebirgsplateau und hindert das Meer, unmittelbar bis zum Fuße des gewaltigen Hochgebirges heranzufluten und dort die auffälligsten landschaftlichen Gegensätze auf Erden hervorzurufen. Vor dem Gebirgsplateau zurückweichend, gestaltet dasselbe die dreieckige Halbinsel Vorderindien. Indem die auf dem Hochland von Tibet wurzelnden Hochgebirgsketten am Ostende des Himalaya nach SSO umbiegen, gestaltet sich eiue zweite große Halbinsel, Hinterindien genannt, die von Vorderindien durch den Bengalischen Meerbusen getrennt ist. Wie diese östliche Halbinsel aus Hochasien herauswächst, so strahlt aus ihr wieder eine Gebirgskette weit nach S heraus, wodurch die schmale Halbinsel Malaka entsteht. Diese bildet wieder die Brücke zu andern Landgebieten mit Gebirgen, die ebenfalls zu dem hinterindischen Gebirgsplane gehören, aber durch Meereseinbrüche abgetrennt und zerstückelt wurden. So entstand im SO Asiens ein insel reich es Meeresgebiet. Die Inseln faßt man unter dem Gesamtnamen „Malayische Inselwelt" (Archipel) zusammen.
Vorderindien. In dem Oberflächenbilde der riesigen Halbinsel, deren dreieckige Gestalt nicht wenig an Südafrika erinnert, lassen sich zwei Gebiete unterscheiden, das Tiefland, welches den NO und NW, und das Hochland, das die Mitte und den ganzen S eiunimmt.
Die Entstehung des Oberflächenbildes Vorderindiens.
Wo sich jetzt das yorderindische Tiefland ausbreitet, brauste einst das Meer, das also den Fuß des Himälaya umbrauste und von ihm das vorderindische Hochland als eine große Insel abtrennte. Noch in der Tertiärzeit bestand dieser Zustand; denn der Untergrund des Tieflandes besteht aus marinen tertiären Ablagerungen. Das Hochgebirge entsandte in das Meer seine wasserreichen Ströme, aber mit den Wasserfluten zugleich riesige Massen von Geröll, Sand und Schlamm. Mit diesen wurde der Meeresgrund immer mehr aufgefüllt, bis schließlich die Landbrücke zwischen dem Himälaya und dem vorderindischen Hochlande, dem früheren Insellande, fertig war. In den beiden, zunächst tief eindringenden Meeresbuchten im NW und NO wurde das Meer mehr und mehr zurückgedrängt, indem die Ströme Indus und Ganges-Brahmaputra ihr Delta stetig verschoben. Noch immer schreitet