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Geschichte der deutschen Kolonialpolitik / von Alfred Zimmermann
Entstehung
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221
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5. Togo.

221.

Die Finanzen des Schutzgebiets zeigen nachstehende Zahlen:

Eigene Einnahmen Mark

Ausgaben Mark

darunter Zuschüsse aus Asrikafonds und Reichs- beihilse Mark

1885

48 300

48 300

1886

98 300

93 400

1887

46 300

93 400

122 700

1888

97 700

108 400

91 600

1889

94 400

123 300

87 300

1890

96 000

129 400

100 400

1891

150 900

167 400

98 000

1892

220 400

204 400

143 300

1893

221 700

245 700

107 000

1894

376 600

410 200

118 600

1395

382 000

388 700

69 600

189b

303100

345 500

218 000

6. Südsee.

Unter den deutschen Südseebesitzungen hat sich das Gebiet der Marshallinseln in dem ganzen Zeitraum dank der Tätigkeit der dort arbeitenden Firmen bescheiden, aber durchaus befriedigend entwickelt. Der Handel gedieh, die Ialuit-Eesellschaft machte gute Geschäfte, und die Kosten für die vom Reich geführte Ver­waltung wurden von ihr ohne Schwierigkeiten aufgebracht. Auf den Inseln selbst herrschte Ruhe und Ordnung.

Am so unerquicklicher waren die in Neu-Guinea und Zubehör gemachten Erfahrungen. Die Versuche der Kompagnie mit Tabak, Baumwolle, Kaffee blieben gleichmäßig erfolglos. Bald fehlte es an Arbeitern, bald waren die Pflanzungsleiter ungeeignet, bald raffte das Fieber die Beamten weg, bald vernichtete das Wetter oder eine plötzliche Flutwelle die mühsam geschaffenen Anlagen. Man versuchte es mit Tabakpflanzern aus Niederländisch-Indien und chinesischen und malayischen Kulis. Aber der Kompagnie, die über erfahrene und tüchtige Vertreter nicht genügend verfügte und viel zu sehr vom grünen Tisch aus arbeitete, war ebensowenig Er­folg beschieden wie verschiedenen von ihr gegründeten Tochtergesell­schaften. Dazu verfolgten andere Unglücksfälle das Unternehmen.