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Geschichte der deutschen Kolonialpolitik / von Alfred Zimmermann
Entstehung
Seite
217
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4. Südwestafrika.

217

Einnahmen

Ausgaben

davon Reichszuschlch

Mark

Mark

Mark

1888/89

: 6

19 200

19 200

1889/90

- 65

83 300

83 200

1890/91

3 289

293 500

290 200

1891/92.

2 866

479 700

476 800

1892/93

22 300

771 100

743 800

1893/94

10 000

975 000

964 900

1894/95

11 500

1 478 900

1 467 400

1895/96

27 000

1 700 000

1 727 000

Der Handel der Kolonie war in dieser Zeit noch so unbe­deutend, daß darüber Aufstellungen nicht gemacht worden sind.

5. Togo.

Von kriegerischen Ereignissen ungestört verlies die Entwick­lung Togos, wo außer einer kleinen schwarzen Polizeimannschaft eine Truppe nicht vorhanden war. Eine zahlreiche, fleißige ein­geborene Bevölkerung betrieb hier besonders die Gewinnung der Früchte der Olpalme und baute Erdnüsse und Mais. Die an der Küste ansässigen Kaufleute handelten die Erzeugnisse des Landes für europäische Waren ein und bemühten sich, den Anbau von Kokospalmen und Kautschukgewächsen sowie die Ausbeutung der Kautschuklianen und -bäume des Innern zu fördern. Als Haupt­mittel zur Hebung des Handels betrachtete die Verwaltung Wege­bauten, Erschließung des Hinterlandes und Verbesserung der hier wie in ganz Westafrika schwierigen Landungsverhältnisse. Auf den ins Innere vorgeschobenen Stationen wurden Versuche mit Bau von Baumwolle, Kaffee, Kakao und dergleichen gemacht und die Zucht von Nutzvieh und Pferden betrieben. Die Kosten der Verwaltung deckten die seit 1383 erhobenen Zölle von Spiri­tussen, Tabak, Pulver und Salz nach einem Tarif, der gleichmäßig für die deutschen und französischen Gebiete an der Sklavenküste galt.2o) Die Mittel zur Erschließung des unbekannten Innern

2v) Verträge vom 25. Mai 1337 und 26. Dezember 1339.