Samoa. — Tahiti. — Hawaii.
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Patres (Deutsches Missionshaus in Meppen) und Maristen-Schwestern zu Apia und Moamoa wird der Unterricht in deutscher Sprache erteilt.
In Apia besteht ein deutscher Verein „Concordia".
Seit dem 6. April 1901 erscheint in Apia wöchentlich einmal die „Samoanische Zeitung", die aber zur Hülste englisch geschrieben ist.
III. Hchiti (Kesellschasts Inseln).
(E. Jung, a. a. O. S- 85.)
Tahiti war der erste Stützpunkt des Hamburger Hauses Godeffron in der Südsee; als die Franzosen im Jahre 1880 von der Insel Besitz ergriffen und die sremden Reeder seitdem aus erhebliche Schwierigkeiten stießen, sah sich jene Firma genötigt als „Loeists eoinmereialL äs l'Oe^niö" ihre Geschäfte weiterzuführen, während sie gleichzeitig in Raiatea eine Zweigniederlassung errichtete. Später hat sie mit ihren andern Niederlassungen auch diese ausgeben müssen; hier ist ein anderes Hamburger Haus, Scharf K Käufer, an ihre Stelle getreten.
Den Franzosen ist es nicht gelungen, den Anteil der Deutschen, Engländer und Amerikaner am Handel auszuschalten; vor einigen Jahren hatten sie nur ein Sechstel der Aussuhr und von der Einsuhr noch nicht ein Neuntel in Händen.
Ueber die wachsende Beteiligung Deutschlands am Außenhandel aller französischen Besitzungen in der Südsee unterrichtet die nachstehende Tabelle.')
Handel Deutschlands mit Französisch-Australien 1897—1904. (Millionen Mark. — Statistik des Deutschen Reiches.)
Einfuhr
Ausfuhr
Zu
Einfuhr > Ausfuhr
Zu
Jahr
aus
nach
Jahr
aus ! nach
Französ.-Australien
sammen
Französ.-Australien
sammen
1897
1,2
0,1
1,3
1901
2,6 0,1
2,7
1893
1,3
0,0
1,3
! 1902
2,0 0,1
2,1
1899
1,6
0,1
1,7
1903
5,6 0,3
5,9
1900
2,5
o,i
2,6
! 1904
2,7 0,2
2,9
In Papeete find von 4282 Einwohnern etwa 300 Franzosen und 320 andere Fremde; unter den letzteren stehen die Deutschen hinter den Amerikanern und Engländern an Zahl zurück.
Das deutsche Konsulat sür die Gesellschasts-Jnseln in Papeete ressortiert vom General-Konsulat in Sydney.
IV. Kanmii.
(E. Jung, a. a- O- S. 81. — F. Richter, Die deutsche evang. Kirche in der Südsee, besonders auf den Hawaiischen Inseln. Protokoll der Jahresversammlung der Diasvora- konserenz vom 3. u. 4. Oktober 1888. Rudolstadt 1889, S. 3 ff.)
Die Hawaiischen Inseln verdanken alles, was sie heute sind, besonders ihre große kommerzielle Bedeutung, ausschließlich der Wirksamkeit der Fremden,
') An Missionsgesellschaften wirken jetzt nur noch französische, früher wirkte auch eine britische.