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Der Krieg in Deutsch-Südwestafrika 1904 - 1906 / von K. Schwabe
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(Dorenga und Morris.

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der Witboi sich ergeben habe. Dem war jedoch nicht so, denn weitere starke Ceüe des Stammes waren unter Isaak Witboi nordwestwärts nach dem Budupflusse gezogen. Ihre Spuren konnte man in dem Überfall eines Proviantwagens am 13. November südlich von Gibeon beiDeutscherde" am §ischfluß erkennen, wobei 4 deutsche Reiter fielen und 4 verwundet wurden, während es am 18. November dem Leutnant §ischer mit 25 Reitern und 2 Maschinengewehren gelang, 20 km südlich von Gibeon bei Nauro- roams ein Lager des feinöes zu überfallen. 7 ßottentotten fielen hierbei.

Wenn somit der Cod des berühmten Bäuptlings die Waffenstreckung seiner gesamten Kriegsmacht nicht mit sich brachte, so wirkte doch das Verblassen seines Sterns niederschmetternd auf viele der noch im §elde stehenden Rebellen.

Die Unterwerfung der Witboischen in Berfeba erfolgte unter der Be­dingung der Ruslieferung von Waffen, Munition und Pferden. Dagegen wurde ihnen mit Ausnahme der Mörder das Leben zugesichert unö soviel Viel) belassen, wie zum Unterhalt von Srauen und Mindern notwendig erschien. Nach vorläufiger Internierung in Gibeon wurde für später die Überführung nach einem anderen Ceile des Schutzgebiets vorbereitet.

(Dorenga und Morris.

(Dofenga und Morris, die während der Operationen gegen Bendrik Witboi im Rugust nur durch schwächere Bräfte beobachtet werden konnten, waren im September bereits aus den Großen Barasbergen nach Süden marschiert, nachdem die deutschen Gruppen das höchst unwegsame und schwierige Gebirge mehrfach durchzogen hatten und einige der bemerkens­wertesten Örtlichkeiten besetzt worden waren. Cs mag ihnen dort zu heiß geworden sein, besonders nachdem Cornelius §rederiks nach den zahlreichen Gefechten, die er als Verfolgter längs des §ischflusses zu bestehen gehabt hatte, stark geschwächt ebenfalls in den Barasbergen erschien und seinen freunden noch die deutschen Gruppen un er Major Gräger, die ihn längs des Oranje verfolgt und am 19. Rugust bei Gaobis geschlagen hatten, auf den ßals zog. Cornelius trennte sich denn auch sehr bald wieder von Morenga, verließ die Barasberge in nordwestlicher Richtung und umging Beetmanshoop, von wo aus er sofort verfolgt wurde, um im westlichen Namalande wiederum die Gegenden zu gewinnen, in denen er im Rpril