226
Der flutftanö der (öerero.
Der Cntscheidungskampf am Waterberg.
Generalleutnant von Irotha und die neuen Verstärkungen.
Durch die Meldungen des Obersten Leutwein war in Deutschland bekannt geworden, datz die um Mitte Mai im Schutzgebiet befindlichen Streitkräfte von 210 Offizieren und beamten, rund 3620 Mann und 2800 Pferden zur Diederkämpfung der berero nicht ausreichend seien. Cs wurde infolgedessen beschlossen, die Stärke der neu hinauszusendenden Druppen von vornherein in einer ihrer schwierigen Aufgabe in jeder löinsicht entsprechenden Weise zu bemessen, bierbei war vor allem auch auf die Sicherung des sich immer weiter ausdehnenden Netzes von Otappenlinien bedacht zu nehmen, sowie auf die Nusstattung des Sxpeditionskorps mit technischen Druppen aller Nrt, mit Lazaretten und Sanitätspersonal, mit Magazinen und Depots zur Stapelung und Konservierung des mannigfachen Kriegsmaterials. Pferde und Schlachtvieh mutzten aufgekauft und in das Schutzgebiet transportiert werden. — bisher waren sämtliche Verstärkungen - mit Ausnahme des Marine - S>peditionskorps - ausgesandt worden, ohne in der beimat bereits in taktische Verbände gegliedert zu sein. Dies, sowie die Schaffung besonderer Formationen für den Ctappen- und Sanitätsdienst war vielmehr erst im Schutzgebiet erfolgt, bierin trat nunmehr eine einschneidende Änderung ein.
Durch Allerhöchste Ordre wurde die Aufstellung der neuen Verstärkungen dem preußischen l^riegsministerium übertragen, da das Oberkommando der Schutztruppen seiner ganzen, nur auf kleinere Verhältnisse zugeschnittenen Organisation nach den sich dauernd steigernden An- forderungen nicht mehr gewachsen sein konnte.
Zugleich wurde eine Deueinteilung der gesamten Streitkräfte eingeleitet. Während aus den bereits im Schutzgebiet befindlichen Compagnien der Schutztruppe ein berittenes §eldregiment, das 1., formiert werden sollte, wurde die Deuaufstellung eines 2. berittenen §eldregiments (zu 3 Bataillonen zu je 3 Compagnien) und von 2 §eldbatterien in flngritf genommen. Sämtliche Druppen sollten vollständig verwendungsbereit im Schutzgebiet eintreffen.
Der Mannschaftsbedarf wurde - wie bisher und in der §olge - aus-