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anzugeben, bei der ewigen Ruhelosigkeit aller dieser Elemente kein Wunder; doch habe ich wenigstens für die Mehrzahl der Makosyo die Hauptverbreitungsgebiete festlegen können.
Die Makosyo.
1. Im Gebiet Susas selbst sitzen die Masimbo. Sie leiten ihren Namen her von Fallgruben (Kijao: Lisimbo, Plural Masimbo), in denen sie Wild gefangen hätten. Dieses sei ihre Hauptnahrung gewesen.
2. Matola gehört zur Lukosyo der Achem- t i n g a, desgleichen sein Vetter, der mehrfach genannte Prediger Daudi. Beide sind Amachinga der größern Jaogruppe nach, aber Achemtinga der Lukosyo nach. Chemtinga (Che = Herr) ist nach Daudi ein alter, großer Jao-Häuptling in Somba am gleichnamigen See in der Nähe von Chikala am obern Ludjende.
3. Eine dritte Sippe sind nach Susa die Aman- ganja bei Chikumbili. Sie haben früher Körbe aus Bambus (mlasi) geflochten. Der Name der Körbe ist Ligaja, Plural Magaja; daher der Name (?). Sie heißen auch Wamkula, indem sie vom Berg Kula kommen. Ihr Idiom ist ein schlechtes Kijao.
4. Ebenfalls bei Susa sitzen die Amachinga. Susa hat mir diesen Begriff ausdrücklich als den einer Lukosyo dargestellt, während er in der Literatur der Ausdruck für eine der großen Stammesgruppen ist. Es ist möglich, daß der afrikanische Gewährsmann hier die Begriffe verwechselt hat; anderseits mag auch sehr wohl eine enger umgrenzte Sippe dieses Namens existieren. Nach Susas Erklärung soll das Wort Machinga lediglich ein von kleinen Flüssen durchschnittenes Gelände bedeuten, wie es in der Gegend von Mtscauru und Tschingulungulu vorhanden ist; Lichinga hieße dann Hügelland. Dasselbe Wort bedeutet im Kijao aber auch: Viehkraal. Wendet man es auf die Sippe der Amachinga an, so würde die Etymologie auf die Pflege der Viehzucht seitens dieser Jaogruppe in früheren Sitzen hindeuten können. Eine klare Deutung des Begriffes muß weiteren Untersuchungen vorbehalten bleiben.
Die mir vom Makua Masanyara mitgeteilten Sippennamen sind folgende:
5. A m i 1 a j i (Amiraji), die jetzt bei Mwiti sitzen. Ihren Namen führen die Jao darauf zurück, daß sie mit Vorliebe in bambusreichen Gebieten gesessen hätten (mlasi = der Bambus). Vielleicht sind die Amilaji mit den Amanganja (s. oben Nr. 3) identisch.
6. Amanding'O, die auf dem rechten Ufer des Rowuma sitzen. Der Name soll ebenfalls auf ihre Wohnweise zurückzuführen sein, indem sie auf Insel- oder Flußschleifen (ndingu [o]) sitzen.
7. Achingalla, ebenfalls jenseit des Ro
wuma. Etymologie von Ngalla, einem Tier im Fiuß, wie man mir sagte, in Wirklichkeit einer Muschel, deren Schalen auch heute noch als Löffel gebraucht werden. Die Achingalla hätten sich vorwiegend von diesen Tieren genährt.
8. Achin tende, auch auf dem rechten Ro- wuma-Ufer. Sie führen ihren Namen nach ihrer frühern Heimat, dem Hügel (Bergland?) Ntende.
Bis hierher waren Masanyara und seine Freunde stets noch in der Lage, mir die wirkliche oder vielleicht auch von ihnen schnell erdichtete Bedeutung der Sippennamen zu geben. Für die übrigen ist das nicht mehr der Fall; auch hapert es hier schon recht bedenklich mit der Angabe des genauen Wohnsitzes. Endlich gehören auch hierher die schon erwähnten unreinen oder gemischten Sippen.
Noch als reine Jao-Makosyo wurden mir genannt:
9. Die A c h i n t i n d i bei Makotschera.
10. Die Achinkumbwa bei Undi, südlich vom Rowuma.
11. Die Achekacheche bei Kukutuku, ebenfalls auf portugiesischem Gebiet.
In derselben Gegend sollen sitzen:
12. die A c h i s a ga 1 la.
13. Die Achilanyuku und
14. die A c h i w u t i.
Eine von mir selbst besuchte Sippe sind
15. die Warn 1 i m a bei Mlipa, in der Nähe von Newala auf dem Westrande des Makondeplateaus.
Mischsippen, und zwar solche von Makua und Jao, sind nach Masanyara dann
16. die Amiranchi und
17. die A m k w e 1 e.
Eine Mischung schließlich von Jao, Makua und Makonde sind
18. die Ahokol oll o.
Über die zahlreichen Sippen der Makua, Wa- muera und Makonde siehe die späteren Ausführungen.
Die Ehe.
Über die Ehe Verhältnisse der Jao will ich mich an dieser Stelle sehr kurz fassen. Freiheit der Mädchen vor der Heirat wird wenig geschätzt; solche mit einer „Vergangenheit" bekommen in der Regel keinen guten Mann. Damit im engsten Zusammenhang steht die sehr stark ausgeprägte Neigung zur Eifersucht bei den Männern, die selbst mir in der kurzen Zeit meiner Anwesenheit nicht verborgen blieb, indem meine stattlichen Wanjamwesi mancher Frau des Landes gefährlich zu werden drohten. Der Umgang mit anderen Männern ist denn auch der häufigste Anlaß zur Scheidung. Hat der betrogene Ehemann die Gewißheit von der Untreue seiner Frau erlangt,
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