Vereinigte Staaten. Deutsche Konsulate. — Mexico.
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Massachusetts, New Hamvshire, Rhode Island und Virginia. Engerer Amtsbezirk: Connecticut, New Jersey, New York und Vermont. Ressort: 1. Baltimore, Konsul, Maryland und der Distrikt Columbia. 2. Boston, Konsul, Maine, Massachusetts, New Hamvshire, Rhode Island. 3. New York, (Berufs-)Konsul, der Hasen von New York. 4. Norsolk (Virginia), Konsul, Norfolk, Newvort News und Portsmouth. 5. Richmond (Virginia), Konsul, Virginia mit Ausschluß von Norsolk und der Häsen Newvort News und Portsmouth. 6. Washington, Konsular-Agentur. — New Orleans, Konsul mit der Charge als General- Konsul, Louisiana, Mississippi und Texas. Ressort: 1. Biloxi, Konsular-Agent. 2. Galveston, Konsul, Texas mit der Konsular-Agentur in Cuero als Ressort. — Philadelphia, (Berufs-)Konsul, Delaware und Pennsylvanien. — San Francisco, (Berufs-)Konsul a. i., Arizona, California, Nevada und Utcch. - Seattle, (Berufs-)Konsul, Oregon, Washington, Jdaho, Montana, Wvomiug sowie das Territorium Alaska. Engerer Amtsbezirk: Montana, Wyoming uud das Territorium Alaska, sowie vom Staate Washington die Counties: Chelan, Clalam, Douglas, Ferry, Island, Jefferson, King, Kitsap, Kittitas, Liucolu, Mason, Qkanogan, San Juan, Skagit, Snohomish, Svokcme, Stevens und Whatcom. Ressort: I. Helena (Montana), Konsular-Agent. 2. Portland, Konsul, Oregon und Jdaho. 3. Tacoma, Konsul, die Counties des Staates Washington: Adams, Asotin, Chehalis, Clarke, Columbia, Cowlits, Frautliu, Garfield, Klickitat, Lewis, Pacific, Pierce, Skamania, Thurstou, Wahkiat'um, Walla Walla, Whitman und Yakima. — St. Louis, (Berufs-)Konsul, Arkansas, Colorado, Jndian-Territorn, Kansas, Missouri, New Mexico, Oklahoma, sowie die Counties St. Clair, Madison und Monroe des Staates Illinois. Ressort: Denver (Colorado), Konsular-Agent. - St. Paul, (Berufs-)Konsul, Minnesota, Nord- und Süd-Dakota.
III. Mexico.
(Phil. Lehzen, Die Stellung der Deutschen und die Aussichten der deutschen Auswanderung in Mexico. Berlin 1897 ^Sammlung geographischer und kolonialpolitischer Schriften, heransg. von R. Fitzner, Nr. 7.^ — W. Wintzer, Die Deutschen im tropischen Amerika. München 1900. sDer Kampf um das Deutschtum. Heft 15-j)
Die natürlichen Verhältnisse Mexicos sind der wirtschaftlichen Entwicklung des Landes nicht in jeder Beziehung förderlich; für den Verkehr fehlt es fast allgemein an großen und schiffbaren Flüssen, und manche Gegenden haben sehr unter der Waldarmut und der wenigstens teilweise durch diese hervorgerufenen Dürre zu leiden. Aber die außerordentliche Ertragfähigkeit des fast überall fruchtbaren Bodens und vor allem der gewaltige Reichtum an Silber, Gold, Eisen, Kupser, Blei und anderen Mineralien verbürgen dem Lande die gedeihlichsten Fortschritte aus wirtschaftlichem Gebiet, zumal auch das Klima nur in sumpfigen Landstrichen krankheiterregend, an der Küste dagegen sehr günstig und sür Lungenkrankheiten sogar von heilender Wirkung ist. Allerdings steht hisher zu diesem Reichtum die Besiedlung noch in gar keinem Verhältnis; etwa viermal so groß wie Deutschland, ist Mexico selbst in seinen volkreichsten Gegenden noch nicht einmal so stark bevölkert wie die dünnbevölkerten Bezirke des von der Natur viel weniger begünstigten Deutschland. Es ist daher von entscheidender Wichtigkeit sür das Land, daß die Bodenschätze durch die Heranziehung kulturell höher stehender und unternehmungskräftiger Fremder so umfassend wie möglich ausgebeutet werden. Infolgedessen spielen die Ausländer — im Jahre 1900 waren es 57 507 bei einer Gesamtbevölkeruug von 13 605 929 Köpfen — die ausschlaggebeude Rolle in Handel und Industrie.