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Wortlaute desselben Vertrages die Regierung der Gesellschaft zu leisten hat, zur Bestreitung ihrer jährlichen Zins« und Amortisationskosten für Obligationen, kann in keinem Jahre größer sein als das Aeqnivalent der Summe des eventuellen Jahresüberschusses der Zolleinnahmen 0on Zambesien über das Mittel derjenigen dieser Einnahmen, welche während der 5 Jahre von 1893—1897 eingingen, nach Abzug des ergänzenden Zuschusses, der in demselben Jahre von der Negierung für die Entlastung der für den gegenwärtigen Vertrag bestimmten Obligationen bezahlt worden ist.
3. Über die Schiffbarkeit der Flüsse in Portugiesisch-
Ostafrika
äußert sich die Nouvennzut, (-^OAraxlnhus 1906 (30. September 1906) folgendermaßen:
Der Sambesi ist während des Sommers für Schiffe mit 2'/>2 Fuß Tiefgang bis in die Höhe von Tete schiffbar und 28 Dampfer besorgen den regelmäßigen Dienst nach dem Chire, während der trocknen Zeit, Mai bis September geht der Dampfschiffverkehr bis Matarara bei Sena. Darüber hinaus wird der Transport durch flache Ruderboote der Eingeborenen besorgt. Die Transportkasten auf den Sambesi-Dampfern betragen ungefähr 25 Francs pro Tonne. Die Schiffahrt auf dem Puugue wird durch den oft plötzlich und bis zu 7 m in wenigen Stunden variierenden Wasserstaud äußerst erschwert. Trotzdem erlaubt der Fluß den Transport aller Güterwaren nach Beira durch Canots; der Bnzi ist ohne Umladen auf einer Strecke von 160 Km von Ccmots schiffbar. Für den Transport nach Veira sind Umladungen erforderlich. Der Rio Save, im oberen Lauf noch gänzlich unerforscht, ist bis 50 !>m von der Mündung schiffbar. Die Kosten der Flußtransporte auf den kleineren Fahrzeugen betragen ungefähr 60 Otms. pro lkm. Die Kosten der Landtransporte durch Träger betragen etwa 1 Francs pro tliw.
Beira, der Sitz der Lokalregierung, besitzt einen für die größten Schiffe zugängigen Hafen. Elf englische, portugiesische und deutsche Schiffahrtsgesellschaften versehen den regelmäßigen Dienst mit den verschiedenen europäischen Handelszentren. Verschiedene kleinere Schiffsgesellschaften besorgen den Transport und Umladungen nach Chinde und Ouelimane und ebenso nach den südlichen Häfen. Dieser beträchtliche Seeverkehr dient nicht nur für die Bedürfnisse der noch jungen Kolonie, sondern wird zum Teil durch den Transit Warenverkehr nach Rhodesia oder Britisch - Zentralafrika verursacht. Die Hafenabgaben in Beira nach den verschiedenen deutschen Häfen differieren von 25 bis 31 Francs pro Tonne, je nach der Gesellschaft uud der Art der Ware. Dieser Preis ist verhältnismäßig hoch, man würde ihn herabsetzen, wenn der Export hinreichend wäre, um den Segelschiffen und Dampfern, die zum Import von Holz, Eisen und Kohle gebraucht werden, genügend Rückfracht zu sichern. Von den Hafenabgaben erhält die Beira- Boating-Gesellschaft für Ein- und Ausladen 8,12 Fancs Pro Tonne.
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