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Die Eisenbahnen Afrikas : Grundlagen und Gesichtspunkte für eine koloniale Eisenbahnpolitik in Afrika
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SV.

Anlagen zu Sstafrika.

1. Zur Baugeschichte der Eisenbahnen in Portugiesisch-Ostafrika.

iNach den Veröffentlichungen des Institut, oolonia! iutsiutttiouul öiüijsel 1901.)

Zur Kaugeschichte der Gisenvlchn KeiraIlmtali.

Portugal hatte sich im Jahre 1891 vertragsmäßig England gegeilüber verpflichtet, eine Eisenbahn von Beira nach irgend einem Punkte der Grenze von Mashonaland zu bauen. Die Verpflichtung wurde der OomMnIiix». äs. ^louAnMquv übertragen, welche im Art. 30 ihrer Kon­zession es übernahm, ohne Beihilfe oder irgend welche Gewähr von feiten des Staates eine Bahn von Beira über Massi-Kessi nach der Grenze des Maniradistrikts zu bauen. Der Bau sollte in längstens vier Jahren beendet sein. Die Gesellschaft übertrug ihre Verpflichtung an die Lsira, - Railvv^ Oo., welche die Herstellungs­arbeiten im Oktober beginnen ließ und im September 1897 beendete.

Man beging den Fehler, die Spurweite von 0,65 om zu wählen, während die Eisenbahnen in Rhodesia die Kapspur haben. Anfänglich hatte die Bahn ihren End­punkt nicht in Beira, sondern in Fontesvilla, da man die Schiffbarkeit des Pungueflusses zwischen diesen beiden Orten benutzen wollte. Im Juli 1895 wurde eine Tochtergesellschaft, die L6ira-<Iuncti0ii Oo. gegründet, welche die Teilstrecke von Beira nach Fontesvilla (35 engl. Meilen) baueu sollte. Sie erhielt außer anderen Vor­teilen das Eigentum vou fünf Quadratkilometer Land an der Eisenbahn. Die Teilstrecke wurde am 29. Oktober 1896 fertiggestellt, und die L6irA-«7unoti0n ()o. übernahm den Betrieb des ganzen Schienenweges.

Infolge der Unzulänglichkeit der Spurweite beschloß man die Bahn umzubaueu und ihr die Kapspur zu geben. Die Arbeit wurde rasch ausgeführt und am 1. August 1900 die Eisenbahn dem Verkehr übergeben.

Nach einem mit der Naslionalanä-Railxv^ <Do. ab­geschlossenen Vertrage übernahm diese den Betrieb der ganzen Bahn von Salisbury bis Beira.

Bezüglich des Kapitals der Leärk-RailnaF (^0. ist zu bemerken, daß die Gesellschaft keine Aktien ausgegeben hat, sondern 600 000 Gewinnanteilscheine, welche keinen Nennwert haben. Bis zum 31. Dezember 1899 hatte sie 1 089 190 Anleihen durch Ausgabe von 6 obigen Schuldscheinen aufgeuommen. Vom 1. Juli 1899 ab wurde der Zinsfuß dieser Schuldscheine auf herabgesetzt.

Von feiten der llviiÄ ^un^ion-Rail^v^ Oi. wurden ebenfalls 6^/yige Schuldscheine ausgegeben im Betrage von 2 500 000 ck, welche zum größten Teil im Juli 1899 in 1^/2^/yige Obligationen umgewandelt wurden. Außer-