Benin gewesen zu sein, wo man bereits 250 Meilen Wegseiten mit Kantschuk- saat bepflanzt hat.
Eine botanische Station besteht in Alt-Calabar und die Regieruug hat s. Z. vou der Royal Niger Company auch 4 Kasfeepflauzuugeu mit übernommen, welche sich aber nicht lohnen.
Land von den Eingeborenen kann nur mit Genehmigung des Oberkommissars erworben werden.
Als Arbeiter sind die Eingeborenen ziemlich unzuverlässig uud bekommen einen Tagelohn von 9 Pence bis einen Schilling. Die eingeführten Kru beziehen außer Reis- und Fleisch-Rationen monatlich 10 bis 30 Schilling, Lagos- Köche und Wäscher 60 bis 90 Schilling und dazu treten für diese fremden Arbeiter noch die Kosten der Anwerbung und der Hin- und Rück-Beförderung.
Die gewöhnlichen Lebensspesen der hier lebenden Europäer, unter denen ein fortwährender Wechsel stattfindet, werden mit 180 Lstr. für das Jahr angenommen, und zwar zählte man in ganz Süd-Nigeria im Jahre 1900 nur 270 Weiße, die es aber meist nur ein bis zwei Jahre hier aushalten.
Auch in
Nord-Nigeria
sind in der kurzen Zeit seit seiner Neu-Organisation schon nennenswerte Fortschritte zu verzeichnen. Nachdem der energische General Sir Fred. Lugard am 1. Januar 1900 das Gebiet von der Royal Niger Company übernommen und deren Schntztruppe mit der West African Frontier Force vereinigt hatte, ließ er alsbald in zahlreichen Teilen der Kolonie Vermessungen durch Offiziere voruehmeu und sah sich zu verschiedeneu, bereits geschilderten Kriegszügen gezwungen, deren Resultate die Neu-Einteilung des Gebiets erleichterten.
Im Jahre 1901 war bereits in den 8 Südprovinzen: Borgn, Jlorin, Kontagora, Kabba, Bida, Saria, Unterer und Oberer Benue eine Verwaltung organisiert, der in jedemDistrikt drei Bezirksbeamte vorstanden, und die Organisation von Bassa, Bautschi, Jola uud Bornu soll demnächst in die Hand genommen werden, währeud man mit Sokoto bislang noch immer keine nähere Verbindung angeknüpft hat. Die Eingeborenen-Politik Lngard's geht dahin, in den Hanssa- und Fulbe-Gegenden die freundlich gesinnten Häuptlinge anzuerkennen, unter Sicherung des ihnen schuldigen Tributs, ausschließlich der Sklaven, und Anpassung des Tributs au die Leistungsfähigkeit der unterworfenen Dörfer, wogegen die Häuptlinge für Sicherheit und Verbesserung der Verkehrswege zu sorgen haben. In den staatlich weit lockerer organisierten heidnischen Gegenden aber sucht Lugard eine ähnliche Zentralisation herbeizuführen. Sklaveujagden siud iu Nord-Nigeria