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Erfolg hatten die Arbeiterheimstätten eigentlich nur in Wellington. Hier handelt es sich eben zum großen Teil um landwirtschaftliche Zwergbetriebe; aber auch die kleinen Parzellen von % bis 3 Acker Größe fanden schnell Abnehmer. Sie liegen unmittelbar am Rande des Lower Hütt Borough bei Wellington (4000 Einwohner), gehören also unmittelbar zu einer Kleinstadt und wurden von dort wohnenden Handwerkern rasch besiedelt 1 ).
Der landwirtschaftliche Betrieb der Arbeiterheimstätten ist Gartenbau, teilweise zum Verkauf (market gardening). In Wellington findet sich auf ihnen sogar ein kleiner Bestand von Schafen und Kühen. Die landwirtschaftlichen Zwergbetriebe sind von gutem Erfolg begleitet, auch da, wo nicht für den Verkauf produziert wird 2 ).
Von Otago fehlen bisher Angaben.
Bis 1908 (letzte Statistik) waren als Arbeiterheimstätten 375 Stellen vergeben worden (198 in Canterbury, 42 in Wellington und 135 in Auck- land). Die Zahl der Häuser auf diesen betrug 320. Die Bevölkerung im ganzen 1239 Köpfe.
Die Arbeiterkolonien haben also keine weite Verbreitung gefunden. Ihren ersten Zweck, Arbeitern billige kleine Wohnstätte zu geben, haben sie im allgemeinen nicht erreicht, da die Arbeiter Eigenbesitz vorzogen. Einen Erfolg hatten sie eigentlich nur in Wellington.
e) Die finanziellen Ergebnisse der Ansiedelungspolitik.
Die für den Rückkauf von Land durch den Staat und für dessen Bereitstellung zur Besiedelung erforderlichen Geldmittel werden durch Anleihen beschafft, und zwar sind hierbei zwei Formen möglich:
1. Vor 1900 sollten die Anleihen der Form nach nur in debentures bestehen (Obligationen). Der Zinsfuß durfte nach dem Ans.-Ges. 1892 (Art. 8) 5 %, seit 1894 (Art. 24) 4 % nicht übersteigen. Seit 1908 (Art. 40) ist der Maximalzinsfuß wieder auf 4% % festgesetzt. Die Umlaufszeit dieser debentures soll 40 Jahre nicht überschreiten; sie können aber früher zurückbezahlt werden.
2. Seit 1900 (Ans.-Ges. Art. 32) tritt neben diese debentures auch die Buchschuld (Inscribed Stock) 3 ). Diese zweite Form hat bis jetzt
x ) Es ist dies zugleich auch ein Beweis dafür, daß es nicht die hohe Pacht war, die die Besiedelung der Heimstätten in Canterbury und Auckland verhinderte. Denn die Heimstätten in Wellington sind die teuersten von allen. Vgl. Tabelle S. 112.
2 ) 1901 C-i, S. 26 (Canterbury), S. 31 (Wellington).
3 ) Diese Art Buchschuld besteht in Neuseeland seit 1873. Sie ist mündelsicher. Vgl. hierzu auch Schilling, London als Anleihemarkt der englischen Kolonien, S. 47.
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