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gestellt werden mußten, und den großen Schwierigkeiten, die die Überwindung des Wüstengürtels bot. Trotz enormer Ausgaben für Fütterung und Tränkung, trotz der Beschaffung sachkundiger Treiber (Buren und Eingeborene aus der Kapkolonie) gingen außerordentlich viel Tiere vor Erschöpfung ein. Man rechnete mit einem durchschnittlichen täglichen Verlust von 10 Ochsen und 4 Maultieren.
Selbst unter den günstigsten Verhältnissen konnten aber pro Tag nur insgesamt 15 t, das sind 5400 t pro Jahr, und zwar mit einem Aufwand von 12 Mill. Mk., befördert werden. Der gesamte erforderliche Nachschub belief sich jedoch pro Jahr auf 18520 t, also auf über dreimal soviel. Die Beförderungsunkosten mußten sich naturgemäß schnell weiter erhöhen, da die Zugtierpreise durch die außerordentlichen Verluste und die abnorm gesteigerte Nachfrage rasch in die Höhe getrieben wurden. Den ganzen erforderlichen Nachschub kann aber die Bahn befördern, und zwar erwächst hier ein Kostenaufwand von 1200000 Mk., wobei Amortisation und Verzinsung berücksichtigt sind. Die hierdurch entstehenden Ersparnisse gegenüber dem Satze von 12 Mill. Mk., der noch als günstig angesehen werden muß, reichten also aus, um die Kosten des gesamten Bahnbaus zu decken. Auch nach Beendigung des eigentlichen Krieges und nach Herabsetzung der Truppenzahl (von 5000 Mann und 5000 Pferde auf 1000 Mann und 1000 Pferde) gibt die Bahn eine wesentliche Ver- billigung der Anfuhrkosten für den erforderlichen Nachschub, da die Kosten bei Bahntransport sich auf 1110000 Mk. belaufen gegenüber 6168000 Mk. bei Verwendung des alten Frachtfahr- systems.
Wenn nunmehr auch die schwierigste Stelle durch die Wüste, bis Aus, leicht und billig zu überwinden war, so war doch der Weg von Aus nach Keetmanshoop zu weit (ca. 240 km), um hier mit dem alten Ochsenwagensystem noch lange auskommen zu können. Dazu kam, daß auf dieser Strecke nur wenige Wasserstellen anzutreffen waren und fast keine Weide mehr für das Zugvieh, da infolge der fortwährenden Benutzung des Baiweges kilometerweit in das Land hinein an den Seiten alles weggefressen war. Ferner ist das Gelände sehr schwierig