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Jahr beförderte sie 1421 Weiße und 993 Eingeborene. Im Güterverkehr betrug ihre Leistung 281044 tkm. Unter den beförderten Gütern befanden sich 1708 t Erze. In der ersten 10 monatigen Betriebsperiode schloß sie mit einem Defizit von 20000 Mk. ab. Laut Mitteilung der Gesellschaft hat die Bahn zu vollständiger Befriedigung funktioniert und zuletzt mit Gewinn gearbeitet. Eine zweckmäßige Statistik hat sicli für die kurze Zeit des eigenen Betriebes nicht gut aufmachen lassen. Die Linie wurde mit der Otavi-Bahn vom 1. April 1910 an vom Staat übernommen, worauf wir weiter unten zurückkommen werden. 1 )
Im Süden des Schutzgebietes ging man erst später als im Norden zum Bahnbau über. Allerdings war schon im Jahre 1897 durch eine englische Gesellschaft, die sich Landrechte erwerben wollte, die Strecke Lüderitzbucht—Aus erkundet worden, jedoch der Bau einer Bahn nie ernstlich in Angriff genommen. Auch die Regierung trat der Eisenbahnfrage, so sehr sie die Notwendigkeit einer Verbindung des Südens mit dem Hafen einsah, nicht näher, da die dringlichere Verbindung Swakopmund—Windhuk zunächst hergestellt werden mußte. Erst der Aufstand brachte liier eine Änderung. Die Verbindung der Hottentotten mit den Herero machte es nötig, eine größere Truppenmacht im Süden zu unterhalten, die in der Verpflegung auf den Hafen Lüderitzbucht angewiesen war. Von militärischer Seite wurde nun zur Erleichterung des Transports an Proviant, Munition und anderem Heeresbedarf der Vorschlag gemacht, eine Verbindungsfeldbahn von Lüderitzbucht nach Aus (Kubub) zu legen, um die Namib besser überwinden zu können. Die beimBau der Bahn Swakopmund—Windhuk gemachten Erfahrungen wurden diesmal beachtet; man unternahm zuerst umfangreiche Vorstudien über die Linienführung usw. und wählte gleich von vornherein ein kräftigeres Oberbaumaterial sowie die breitere Kapspur. (Die Schiene ist 10 m lang, ca. 20 kg pro Meter schwer. Ein Gleisjoch wurde auf 12 eisernen Schwellen montiert, so daß die Schienen einen Raddruck von 3,5 t
») Amt]. Jahresber. 1909/10 S. 154. Im Berichtsjahr betrugen die Einnahmen 120132 Mk., die Ausgaben 126947 Mk.; es entstand also ein Fehlbetrag von 6815 Mk. bei einer Betriebsziffer von 105 °/ 0 .