118 Instrumentelle Hilfsmittel zur geographischen Ortsbestimmung.
Bei der hohen Bedeutung möglichst genauer Zeitangaben für alle astronomisch-geographischen Orientierungen ist es unter allen Umständen geboten, wie erwähnt, stets mehrere, mindestens drei Chronometer auf Reisen mitzunehmen. Eins davon, und zwar stets dasselbe, am besten das Sternzeitchronometer, benutze man zu den Beobachtungen, wodurch die Rechnungen und Orientierungen bei Fixstern-, Mond- und Planetenmessungen sich vereinfachen. Nur bei Sonnenbeobachtungen kann man, um nicht mehr als eine Verwandlung der Zeiten (mittlere in wahre Zeit) und außerdem eine leichtere Orientierung zu haben, von dieser Anordnung abweichen durch Benutzung eines gegen direkte Sonnenstrahlung geschützten Chronometers nach mittlerer Zeit. Die übrigen, nicht unmittelbar zu den Beobachtungen verwendeten Chronometer lasse man gewissermaßen als Normaluhren ruhig und geschützt in ihren Kästen liegen. Man benutze dieselben, solange die Beobachtungsuhr in Ordnung ist, nur zu den regelmäßigen Uhrvergleichungen untereinander und mit der Beobachtungsuhr, die vor und nach jeder Beobachtungsreihe, mindestens aber einmal täglich auszuführen sind. Bei der Abhängigkeit des Uhrganges von der Temperatur muß im Chronometerkasten auch ein Thermometer abgelesen werden. Es empfiehlt sich, alle diese Vergleichungen und Ablesungen in ein besonderes Journal, das sog. Uhrenbuch, einzutragen, und dabei auch genau zu vermerken, ob man es mit Marschgängen während der Reise oder mit Ruhegängen während des Stationsaufenthaltes zu tun hat.
Winkelmessende Instrumente.
Bevor die für die Zwecke des vorliegenden Handbuches (siehe S. 98) ausschließlich in Frage kommenden Instrumente, wie Universale und Libellenquadranten, als ganze Instrumente kurz beschrieben werden, sollen zunächst die zu denselben notwendig gehörenden Hilfsapparate, wie das Fernrohr, der Meßkreis nebst Ablesevorrichtung und die Libelle, so weit als erforderlich, zur Erörterung gelangen.
Das Fernrohr. Einen der wesentlichsten Bestandteile jedes winkelmessenden Instrumentes bildet das Fernrohr, welches, abgesehen von den hier nicht in Betracht kommenden Spiegeltele-