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Handbuch der geographischen Ortsbestimmung für Geographen und Forschungsreisende / von Adolf Marcuse
Entstehung
Seite
97
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Dritter Teil.

Instrumentelle Hilfsmittel zur geographischen Ortsbestimmung.

Bei den Aufgaben der geographischen Ortsbestimmung hat man es, wie früher (s. S. 11) erwähnt und im vierten Teil aus­führlich zu zeigen ist, im allgemeinen mit der Auflösung des fundamentalen astronomischen Dreiecks Pol-Zenit-Gestirn (siehe Fig. 5), sowie mit der dazu gehörigen Transformation (s. S. 11 bis 14) der entsprechenden horizontalen und äquatorialen Koordinaten A, t, k, ö) zu tun. Hierbei werden die von der Lage (<jp, l) des Beobachtungsortes unabhängigen, auf Grund rein astrono­mischer Messungen und Theorien gefundenen Rektaszensionen und Deklinationen («, ö) der Gestirne aus den Ephemeriden und Stern­verzeichnissen (s. Teil II) entnommen. Die von der Zeit und Lage des jeweiligen Beobachtungspunktes abhängigen Zenitdistanzen, Azimute und Stundenwinkel (0, A, t) der Gestirne dagegen werden unmittelbar oder mittelbar durch astronomische Instrumente be­stimmt, welche die Richtungslinien vom Beobachtungsorte nach den Himmelsobjekten innerhalb der jenem terrestrischen Stand­punkte zugehörigen Koordinatenebenen festlegen. Derartige Koordi­natenbestimmungen sind im Grunde genommen weiter nichts als Winkelmessungen, welche entweder direkt an geteilten Kreisen, an mikrometrischen Meßapparaten im Fernrohr und an feineren Libellen vorgenommen werden, oder aber indirekt durch Zeit­schätzungen nach der Uhr sich ausführen lassen. Im ersteren Falle hat man es mit der Messung von Richtungswinkeln, im zweiten mit der Ermittelung von Drehungswinkeln zu tun. Man unterscheidet deshalb auch in der astronomischen Instru-

Marcuse, Handbuch der geogr. Ortsbestimmung. 7