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Handbuch der geographischen Ortsbestimmung für Geographen und Forschungsreisende / von Adolf Marcuse
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Chronometer.

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in nautischen Handbüchern erörtert werden, auf welche an dieser Stelle hierfür verwiesen sei 1 ).

Chronometer.

Das unentbehrlichste Instrument für die Ausführung geogra­phischer Ortsbestimmungen bildet die Uhr. Ohne Uhr lassen sich zwar mit dem Universalinstrument genäherte Breiten er­mitteln, wobei alsdann, wie im vierten Teil gezeigt wird, zu den Zenitdistauzmessungen an Stelle der Uhrangaben Azimutein­stellungen der Sterne am Horizontalkreise treten; für genauere Breitenbeobachtungen und für alle übrigen geographischen Orien­tierungen ist jedoch eine Uhr unbedingt erforderlich. Dagegen kann man mit einer zuverlässigen Uhr, aber ohne winkel­messende astronomische Instrumente ziemlich vollständige, wenn auch nur genäherte geographische Ortsbestimmungen an­stellen, welche Breite, Uhrkorrektion, Länge und Azimut um­fassen; dies wird in einem besonderen Abschnitt im vierten Teil gezeigt werden, wobei ein künstliches, überall schnell herzurich­tendes Gestell von Vertikalfäden Verwendung findet.

Die Uhr ist daher das wichtigste Instrument des Forschungs- reisenden; bei dem ziemlich komplizierten und empfindlichen Mechanismus derselben bedarf sie besonderer Schonung auf der Heise, und, um der Gefahr des Versagens der Uhr vorzubeugen, müssen stets mehrere Zeitmesser auf Forschungsreisen mitgenom­men werden. Vor allen Dingen ist aber eine genaue Kenntnis des Mechanismus und der Behandlung einer Uhr notwendig, zu deren Besprechung nunmehr übergegangen werden soll 2 ).

') Besonders möge auf das Handbuch der Sohiffahrtskunde von Bolte (Hamburg 1899) nochmals (s. S. 57) hingewiesen werden, wo auf S. 250 bis 259 die Spiegelinstrumente zur Erörterung gelangen. Auch in dem vom Reichsmarineamt herausgegebenen Lehrbuche der Navigation (Berlin 1901, Bd. II, S. 59 bis 86) finden sich ausführliche Angaben über die winkel- messenden Instrumente des Seefahrers, wie Sextanten, Oktanten, Prismenkreis, Horizontmarken, sowie über künstliche Horizonte.

2 ) Für nähere Einzelheiten und zu einem noch eingehenderen Studium sei auf die wichtige Abhandlung von C. Stechert, Das Chronometer (Hand­wörterbuch der Astronomie von Valentiner, Bd. I, S. 625 bis 654) ver­wiesen, welche auch bei den folgenden Darstellungen benutzt worden ist. Auch in dem vom Reichsmarineamt herausgegebenen Lehrbuche der Navi­gation (Berlin 1901, Bd. II, S. 238 bis 306) findet sich eine ausführliche Behandlung aller auf das Chronometer bezüglichen Fragen.

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