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Handbuch der geographischen Ortsbestimmung für Geographen und Forschungsreisende / von Adolf Marcuse
Entstehung
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64 Rechnerische Hilfsmittel zur geographischen Ortshestimmung.

Naturbeobachtungen bedeutungsvolle Moment, auf welches die astronomische Meßkunst stets großes Gewicht legt, ist bei Aus­führung und Berechnung der Beobachtungen zur geographischen Ortsbestimmung bisher nicht immer in genügender Weise be­achtet worden.

Ephemeriden, Hilfstafeln, Reclientabellen und Sternkarten.

Zur Auswertung der Beobachtungen am Himmel und zur Ableitung der verschiedenen Zeitarten (wahre, mittlere und Stern­zeit) auseinander bedarf es bestimmter Angaben über die jewei­ligen Stellungen und Bewegungen der Sonne, des Mondes, der Planeten und Fixsterne, über die Zeitgleichung, Sternzeit im mittleren Mittage, über Parallaxen, Halbmesser der Gestirne usw. Alle diese zur Berechnung astronomischer Beobachtungen not­wendigen Quantitäten nebst ihren Veränderungen werden von bestimmten Instituten, bezogen auf die Meridiane gewisser Haupt­sternwarten wie Greenwich, Berlin, Paris und Washington, fort­laufend berechnet und mehrere Jahre im voraus in besonderen, jährlich erscheinenden astronomischen Ephemeriden veröffentlicht.

Diese astronomischen oder auch astronomisch - nautischen Jahrbücher oder Almanache, welche in der Kegel zwei Jahre vor dem Gültigkeitstermin erscheinen und daher auch vor Antritt längerer Expeditionen rechtzeitig mitgenommen werden können, geben gewissei'maßen ziffernmäßigen Anhalt über den jeweiligen Stand der Himmelskörper, indem sie von Tag zu Tag oder auch für kürzere und längere Zeitintervalle die Koordinaten der haupt­sächlichsten Gestirne zumeist in Deklination und Rektaszension, gelegentlich auch in Breite und Länge bringen, also bezogen auf die von der täglichen Bewegung unabhängigen Fundamentalebenen des Äquators und der Ekliptik. Außerdem enthalten die Ephe­meriden alle notwendigen Daten über die wichtigen Lagen­änderungen dieser Fundamentalebenen und ihren Einfluß auf die örter der Gestirne, ferner über solche Variationen der Gestirns­koordinaten, die mit der Veränderung der Stellung des Beob­achters auf der Erdoberfläche zusammenhängen oder auch eine Funktion der Zeit sind.

Die Zeitangaben und die von der Zeit abhängigen Koordi­naten der Gestirne müssen auf einen bestimmten Anfangsmeridian