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Südafrika : eine Landes-, Volks- und Wirtschaftskunde ; mit 47 Abb. auf Taf., 34 Karten u. zahlr. Profilen / von Siegfried Passarge
Entstehung
Seite
175
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Die Kulturbedingungen. j y 5

kunft der Europäer an der Westküste Afrikas schuf allmählich Wandel. Da der Kalahari solche Stützpunkte in Form bewohn­barer Gebirgsmassive fehlen, spielt sie eine so ganz andere, rein passive Rolle, obwohl sie bezüglich der Niederschläge, Vegetation, und Tierwelt so unendlich viel günstiger dasteht als jene große Wüste. Hier starke kriegerische Völker von großer Expansions­kraft, dort verkommende Proletarier, die nicht leben und nicht sterben können, jenem bekannten Dorfschulmeister vergleichbar.

Karte 24. Mineralien (Nichtmetalle).

Diamanten. jjjj Salz in Salzpfannen.

©Steinkohlen. _ ....

-J. Erdöl.

Mineralien.

Zu den natürlichen Hilfsquellen eines Landes gehören neben den natürlichen Bedingungen, von denen die kulturellen Verhält­nisse abhängen, vor allen auch die Mineralschätze des Bodens (Karte 23 und 24). Kein Teil Afrikas spielt bezüglich der Mine­ralproduktion eine so große Rolle wie Südafrika und zwar speziell das Burenhochland. Produzierte doch vor dem Kriege das kleine Transvaal mehr Gold als ganz Australien und Nordamerika, und bezüglich der Diamanten steht Südaftrika weitaus an erster Stelle,