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Südafrika : eine Landes-, Volks- und Wirtschaftskunde ; mit 47 Abb. auf Taf., 34 Karten u. zahlr. Profilen / von Siegfried Passarge
Entstehung
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Das Burenhochland. j j g

Entsprechend dem Klima und der Höhenlage ist die Vege­tation der Hochfläche von Transvaal recht verschiedenartig aus­gebildet. Das Hochfeld und das südliche Bergland sind aus­gesprochene Grasländer, mit wenig Bäumen Acacia robusta an den Flußbetten oder in den Schluchten der Berge. Die Baum- losigkeit ist wohl wesentlich bedingt durch die Höhenlage, die Winterkälte und die Gewalt der Stürme. An Niederschlägen fehlt es ja nicht (600780 mm).

Im mittleren Transvaal werden die Grasfiächen durch Busch­wald, aus Laub- und Dornbäumen bestehend, verdrängt, der einen sub­tropischen Charakter besitzt und derKalahariformation" angehört. Im nördlichen Transvaal beginnt dann tropischer Laubbuschwald aus Mopane und Terminalia prunoides. Auch der Affenbrotbaum stellt sich ein, während Palmen (Phoenix, reclinata) nur im Nord­osten auftreten.

Die Zentralstufe und ihr Vorland.

Wie wir bereits in einem früheren Kapitel gesehen haben, zieht sich von Prieska am Oranje nach dem Bamangwatoland in nordnordöstlicher Richtung die Zentralstufe hin. Im Süden be­steht sie aus dem steilabstürzenden Kapplateau, das sich gegen die Hochfläche von Mafeking hin verläuft. Aus dieser Hochfläche entwickelt sich nach Nordosten hin aufs neue eine Stufe, das Betschuanenplateau. Zwischen dem Vaalfluß und dem Kapplateau ist das Land recht eben. Die Mandelsteindecke der Ventersdorp- schichten bildet zum größten Teil die Grundlage. Streckenweise aber sind Reste der Karruformation mit Diabasgängen und Lagern erhalten und letztere sind herausgewittert und bilden niedrige Hügel und Rücken. Der physiognomische Charakter des Landes gleicht vollständig dem der Karruregion südlich des Vaal und Oranje. Hier wie dort sind flache schüsseiförmige Pfannen in die Oberfläche der Steppe eingesenkt und teils mit Kalkboden versehen, teils auch mit Salzablagerungen erfüllt. Der Wind, die tierische, und teilweise wohl auch die Wassererosion dürften an ihrer Entstehung gearbeitet haben. Die Vegetation ist die niedrige Karrusteppe, wenn auch streckenweise bereits Buschwald mit Akazien auftritt. Früher war letzterer viel ausgedehnter und vielleicht sogar recht stattlich entwickelt. Er ist aber seit dem Aufblühen von Kimberley durch Abholzen vernichtet worden.

Steil steigt die Mauer des Kapplateaus unmittelbar aus der Ebene empor. Seine relative Höhe dürfte 200300 m be-