y 2 VII. Kapitel.
Steppengebiete charakteristisch sind die Combretaceen, besonders Terminalia und Combretum. In einer enormen Anzahl von Arten tritt diese Gruppe auf. Die Tiliaceen sind in vielen Gattungen vertreten. AVichtig und namentlich im landschaftlichen Bilde in die Augen fallend sind die stacheligen Euphorbien und ferner die Lorantha- ceen die als rot blühende Schmarotzer auf bestimmten Bäumen sitzen. Wichtig sind die zahlreichen Arten von Cucurbitaceen, deren Früchte für den Menschen zum Teil von großer Bedeutung sind und allein die Bewohnbarkeit mancher wasserarmer Gegenden ermöglichen. Von sonstigen Familien seien als besonders wichtig noch erwähnt die Campanulaceen, Rubiaceen, Asclepiadaceen, Amaryllideen und viele andere. Die afrikanische Flora beherrscht den größten Teil Südafrikas. Selbst in der Namib setzt sie neben der spezifischen Namibflora den größten Teil der Vegetation zusammen.
b) Die Kapflora.
Die Kapflora findet sich in geschlossener Masse lediglich in dem Kapländischen Faltengebirge, zieht sich aber auch mit einer Reihe von Familien zwischen der afrikanischen Flora auf den höchsten Gebirgen des Burenhochlandes an der Ostküste hin. Selbst in der nördlichen Kalahari findet sie sich noch in einzelnen Arten. Sie ist deshalb von so großem Interesse, weil in der Tertiärzeit eine ihr verwandte Flora einstmals Europa bewohnte. Reste dieser Flora haben sich außer im Kaplande noch besonders im Atlas und auf den kanarischen Inseln erhalten. Die der heutigen Kapflora am meisten verwandte Flora findet sich aber in der Südwestecke Australiens. Es macht den Eindruck, daß die einstmals Europa beherrschende Flora im Laufe der Zeit nach Süden gewandert und verdrängt worden ist. Nur in der äußersten Südwestecke Südafrikas und Australiens — im Bereich der Winterregen — hat sie sich noch gehalten. Bemerkenswert ist, daß die Kapflora in dem Kapländischen Faltengebirge ziemlich geschlossen auftritt und nur wenige Glieder der afrikanischen Flora in ihr Gebiet eingedrungen sind.
Die Kapflora ist sehr artenreich. Sie zählt nämlich gegen 8000 Arten und die hauptsächlichsten Familien sind die Ericaceen (Heidekrautgewächse) — 455 Arten; — ferner die Proteaceen in zahlreichen Arten, so z. B. Leucodendron argenteum. Gerade Proteaceen sind es, die auch in dem westlichen Teil der Nord- Kalahari in Form von Sträuchern und Kräutern auftreten. — Von