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Südafrika : eine Landes-, Volks- und Wirtschaftskunde ; mit 47 Abb. auf Taf., 34 Karten u. zahlr. Profilen / von Siegfried Passarge
Entstehung
Seite
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Die geologischen Formationen.

nennt, und mit diesem identisch dürften die Escarpmentgrits südlich des Sambesi sein.

Die Transvaalgeologen, Hatch und Corstorphine, sind freilich nur auf Grund der petrographischen Beschaffenheit der Ansicht, daß der Waterbergsandstein dem Tafelbergsandstein der Kapkolonie entspräche. Von anderer Seite, wie z.B. von Schwarz, wird dagegen ein solcher Zusammenhang geleugnet und der Water­bergsandstein als ältere Formation aufgefaßt. Auch der Verfasser hat diese Ansicht vertreten. Sollte indes der Waterbergsandstein wirklich zum Tafelbergsandstein gehören, dann würden die Kap­schichten einstmals über Südafrika hin bis zum Sambesi vorge­drungen sein.

g. Die Eruptivgesteine unter dem Waterbergsandstein.

In Westgrikwaland liegen zwischen den Matsapschichten und den Griquatownschichten basische vulkanische Gesteine, Laven und Mandelsteine, die sicherlich älter sind als die Matsapschichten und Ongelukschichten genannt worden sind. Viel unklarer ist das Alter desRoten Granits" im Buschfeld des mittleren Transvaals, sowie das der Buschfeldmandelsteine.

Unter dem Waterbergsandstein liegt ein roter Granit, dessen Farbe durch die roten Feldspäten bedingt wird. Nach den Rändern zu geht er in Syenit und sogar ultrabasische Gesteine Gabbros, Norite und Peridotite über. Diese ultrabasischen Gesteine ent­halten Zinn-, Süber- und Cobalterze, die z. T. auch abgebaut werden.

Seine Stellung zum Waterbergsandstein ist unklar. Während nach der Beobachtung einiger Forscher der Rote Granit Epiphysen in den Sandstein entsendet und daher als Lakkolith oder Batholith aufgefaßt wird, der unter dem Waterbergsandstein emporgedrungen ist, enthält nach Angabe anderer Geologen der Sandstein Gerölle aus dem liegenden Granit. Demnach wäre er älter als der Sand­stein. Es scheinen recht verwickelte Verhältnisse vorzuliegen.

Eine sehr eigentümliche Bildung ist die 2 5 englische Meilen nördlich von Pretoria gelegene Salzpfanne, ein kreisrundes, steil­wandiges Loch von über 80 m Tiefe. Das Gestein, in das sie ein­gesenkt ist, ist der Rote Granit, der allseitig die Wandungen bildet. Der Boden ist flach und stellt in der feuchten Jahreszeit einen Salz­see vor, der in der Trockenzeit verdunstet. Der Boden besteht aus Salz, und zwar Soda und Kochsalz. Eine Bohrung innerhalb der Pfanne ergab eine Mächtigkeit des Salzlagers von 6 m (20 Fuß)