Die geologischen Formationen.
Im nördlichen Betschuanenland und im Matabeleland gibt es Gneiße von archaischem Typus, die Granite stecken intrusiv in den Swasi- und Malmesburyschichten, während die Kraipan- schichten im südlichen Betschuanenland jünger sind als der Granit und eine andere mit diesem verbundene Gneißformation. Einen relativ jungen Eindruck machen die Chanseschichten der Mittel- kalahari. Eine Gliederung der Primärformation ist indes z. B. noch nicht möglich und so sei der alte Name beibehalten.
Das Hauptverbreitungsgebiet der Primärformation ist der Norden, nämlich die Randgebirge nördlich des Oranje und Lim- popo und die Südäquatoriale Wasserscheide. Sie setzt wohl auch den größten Teil der Kalahari zusammen. Nach Süden hin verschwindet sie immer mehr und mehr unter der Masse sich auflagernder jüngerer Gesteine und gleichzeitig sinkt sie in immer tieferes Niveau hinab.
2. Die Witwatersrandschichten.
Auch diese Formation besteht z. T. aus kristallinen Schiefern, wie z. B. Serizit-, Jaspis-, Magnetit-, Eisenglirrrmerschiefern und Phylliten. ^Daneben »treten aber in z. T. überwiegender Menge Quarzite :urM Konglomerate auf, die allerdings metamorphosiert und gequetscht erscheinen unter reichlicher Neubildung von Mineralien. Die Konglomerate dieser Formation sind es, die am Wit- watersrande die reiche Golderzlagerstätte enthalten und zu dem Aufblühen' der großartigen Bergwerksindustrie von Johannesburg Veranlassung g-egeben haben.
Die Witwatersrandschichten zerfallen in zwei Stufen. Die untere besteht hauptsächlich aus kristallinen Schiefern, in denen sich nur an einer einzigen Stelle ein Horizont mit goldführenden Konglomeraten findet, nämlich bei Klerksdorp, wo sie abgebaut werden. Die obere Stufe setzt sich zum größten Teile aus Quar- ziten zusammen, in denen zonenweise die berühmten Goldkonglomerate von Johannesburg liegen. Die Mächtigkeit dieser Formation ist durch Bohrungen auf 3oo—400 m festgestellt worden. Das Verbreitungsgebiet ist das Hochland im südlichen Transvaal bis herunter nach Natal. Goldführende metamorphisierte Konglomerate sind jüngst auch von Mennel aus dem Matabelehochland beschrieben worden und werden mit den Witwatersrandschichten identifiziert.
Die Witwatersrandschichten liegen diskordant auf der Primärformation, An ihrer Basis findet sich gewöhnlich ein Konglomerat, das man als ein Produkt der Meeresbrandung aussprechen könnte.