Die orographischen und hydrographischen Verhältnisse. j5
toriale Wasserscheide als ein schmaler Rücken nach Westen hin. Anfangs fällt dieser ziemlich scharf nach Süden hin ab, verflacht sich dann aber und verliert gleichzeitig an Höhe, so daß der Dilolosee, der noch zum Sambesisystem gehört, eine Meereshöhe von noo m besitzt. Nun steigt die Hochfläche nach Westen wieder an, wie es scheint stufenförmig, so daß auf dem Baschi- bokwe- und Mossambaplateau wieder Flächen von 1300 bis 1400 m Höhe erreicht werden.
Morphologisch stellen die Stufenländer mit den Randgebirgen keine einheitlichen Gebilde vor. Sie sind geologisch sehr verschiedenartig zusammengesetzt, bilden im allgemeinen allerdings ein altes Rumpfgebirge, das nach dem Meere zu, wahrscheinlich allseitig, in Brüchen absinkt. Die Gebirgsländer sind nur der aufgewölbte Rand dieser Rumpffläche. Nur da, wo vulkanische Ketten sich erheben, wie im Kathlamba- und wohl auch im Schella- gebirge, oder wo die Ketten eines Faltengebirges den Rand und das Stufenland bilden, wie an der Südküste, kann von einem wirklichen Randgebirge die Rede sein.
3. Die Hochflächen.
Die aufgewölbten Ränder, die die Randgebirge bilden, gehen im allgemeinen allmählich in das Becken über, das die zentralen Hochflächen bilden. Dieser Übergang erfolgt teilweise in Stufen, teilweise in der Form, daß sich die Rumpffläche mit vereinzelten Ketten und Bergen nach dem Inneren zu senkt und letztere immer niedriger werden und vereinzelter auftreten. Schließlich verschwinden sie ganz. Eine Grenze zwischen den Rändern und den Hochflächen läßt sich selten scharf ziehen, jedoch kann man sagen, daß die Hochflächen im allgemeinen sich schon längst entwickelt haben, wenn die sandigen Aufschüttungen beginnen, welche für die Kalaharisteppe charakteristisch sind.
Auf eine wichtige Stufe, die das Burenhochland von der Kala- hari trennt und Zentralstufe genannt werden mag, muß noch besonders aufmerksam gemacht werden, da sie für die Gliederung der Beckenlandschaften von größter Wichtigkeit ist. Diese Stufe streicht von Südwest nach Nordost parallel der Südostküste von den Roggeveldbergen im Südwesten bis an den Südrand des Makarrikarribeckens im Nordosten. Zwischen den Roggeveldbergen und dem Oranjefluß bei Prieska senkt sich das Land von dem 1200—1400 m hohen Plateau, daß die Landschaften von Carnarvon und Viktoria West bildet, nach NW. zu dem nur 700