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III. Kapitel.
Zeichnungen ist er im Frühjahr 1907 in die Heimat zurückgekehrt.
Dieses wären im großen und ganzen die wichtigsten Forschungsreisen, durch welche die topographischen und geographischen Verhältnisse Südafrikas festgestellt worden sind. Außerdem hat aber eine intensive Detailforschung auf den Gebieten der Geologie, Botanik, Zoologie, Ethnographie begonnen und staatliche Institute sind zum Teil mit der systematischen Durchforschung der verschiedenen Kolonialgebiete beschäftigt.
III. Kapitel.
Die orographischen und hydrographischen Verhältnisse.
A.n. dem südafrikanischen Plateau kann man drei Hauptregionen unterscheiden: 1. das Küstenvorland, 2. die Stufenländer, 3. die Hochflächen und Beckenlandschaften. (Karte 2 und 3.)
Der orographische Aufbau.
1. Küstenvorland.
Unter dem Küstenvorland sollen die mehr oder weniger breiten, oft mit alluvialen und marinen Ablagerungen bedeckten, tief gelegenen Küstenstriche verstanden sein, die dem Hochplateau vorgelagert sind. Es sind meist Abrasionsflächen mit jungmarinen Auflagerungen, Küstenterrassen und abgesunkene Schollen.
Eine erhebliche Ausdehnung, nämlich bis 500 km Breite, erreicht das Vorland nur an der Ostseite zwischen dem Sambesi und der St. Luciabucht. In ihm erheben sich südlich des Sambesi einzeln isolierte Gebirgsstöcke, die anscheinend unmittelbar aus dem Tief lande aufsteigen, nämlich das Nhamongagebirge (1000 m) und vielleicht auch das Gorongosagebirge (2000 m). Sehen wir von diesen Höhen ab, so steigt dies Vorland nicht über 400 m hinauf. An der Südost- und Südküste fehlt ein Vorland entweder ganz, oder es bildet nur einen schmalen Saum oder nur wenig tiefe Buchten zwischen auslaufenden Gebirgsketten, wie z. B. an der Algoabai. An der Westseite finden wir von der Tafelbai bis nach Angola ein nach dem Innern zu ansteigendes Vorland, das eine Breite von 20—100 km erreicht und in Deutsch-Südwestafrika