Die englischen Kolonien an der Westküste
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gestanden hatte, ging im 18. unter der Konkurrenz der Engländer und Franzosen mehr und mehr zurück, und die holländische Kolonie an der Eoldküste verlor viel von ihrer einstigen Bedeutung.
II. Die englischen Kolonien^).
Eine wichtige Quelle auch für die afrikanische Kolonisation des 17. Jahrhunderts sowie für den englischen Sklavenhandel sind die ok Ltaw ?gPsr8, Ov1c>nig.1 Leriss, ^msilos. 3,116, ^Vsst Incliss (besonders Band 5). Aber die Geschichte der englischen Kolonien an der Goldküste vgl. Mlis, Histor^ ot' tlie (Zold Oos-st ot 'Wkst.atricZÄ, I^ondon 1893 und (ZsorZe Naeclorialci, lüs Llolct Oolist, xa.3t 3116 xressut, I^oncton, ?orZ< 1898. Beide Werke benutzen nur gedrucktes Material.
Die Engländer begannen seit der Mitte des 16. Jahrhunderts regelmäßig Handel in Westafrika zu treiben^). Da sie damals noch keine Kolonien besaßen, in denen sie Sklaven hätten verwenden können, galten diese ersten Unternehmungen vorzugsweise dem Eintausch von Gold, Pfeffer und Elfenbein; freilich hat schon 1562 der englische Seefahrer John Hawkins 300 Sklaven, die er an der Sierra Leone eingehandelt hatte, nach der spanischen Kolonie S. Domingo verkauft. Wie für den Handel nach anderen Gegenden, so wurden auch für den Handel nach Afrika privilegierte Gesellschaften gegründet; während die ersten noch unter Königin Elisabeth 1588 und 1592 errichteten Kompagnien davon abgesehen hatten, Niederlassungen zu gründen, ließ die 1618 von Jakob I. privilegierte Gesellschaft ein Fort an der Gambiamündung erbauen, das freilich bald wieder verlassen wurde. Das Streben dieser Gesellschaft ging auch noch dahin, in den Besitz von Goldminen zu gelangen: sie rüstete eine Expedition ins Innere aus, die aber durch die dort ansässigen portugiesischen Mischlinge ein trauriges Ende fand; auch ein späterer Versuch, vom Gambia aus ins Innere Afrikas vorzudringen, verlief erfolglos.
Inzwischen waren schon einige englische Kolonien auf dem nordamerikanischen Festland und in Westindien entstanden, und eine neue Afrikanische Gesellschaft, die 1631 begründet wurde, begann schon damit, Sklaven nach der Neuen Welt zu verschiffen. Sie hat einige Faktoreien an der Goldküste (in Cormantin und in
Vgl. die Kartenskizze S. 48. 2) Eine vereinzelte englische Expedition nach Westafrika hatte schon 1530 bis 1532 stattgefunden, I^ueas 3, 51.
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