Nordafrika
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Die Concessions d^Afrique gehörten nicht dem französischen Staate, sondern einer Handelsgesellschaft (im 18. Jahrhundert der Compagnie d'Afrique), die dem Den von Algier eine regelmäßige Abgabe entrichtete. Die französische Regierung nahm indes stets großes Interesse an den Concessions, vielleicht weniger aus Wirtschaftlichen als aus politischen Gründen. Die Rücksicht auf die Stellung Frankreichs im Mittelmeer rvar in erster Linie für sie maßgebend. Immerhin roar auch die kommerzielle Bedeutung der Concessions, besonders in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts, nicht zu unterschätzen. Der Export der Concessions, der aus Getreide, Korallen, Wachs, Häuten und Wolle bestand, belief sich in manchen Jahren auf mehr als 4 Millionen Livres^). Von geringerer Bedeutung rvar der französische Export nach den Concessions, der aus Tuch- und Seidenroaren, Eisen- und Kolonialwaren bestand. Daneben fand noch ein direkter Handelsverkehr mit anderen algerischen Hafenplätzen statt, der aber hinter dem Handel der Concessions weit zurückstand^). Ohne Zweifel haben die kommerziellen Interessen Frankreichs sowie die alte Tradition, die sich an die Concessions d'Afrique knüpfte, nicht wenig dazu beigetragen, daß Frankreich später in Algerien sein großes Kolonialreich gegründet hat. Auch hier beobachten wir wie so oft in der französischen Politik ein zähes Festhalten an alten Traditionen und eine konsequente Verfolgung des einmal eingeschlagenen Weges zu einem oft noch in weiter Ferne liegenden Ziele. Die Eroberung Algiers im Jahre 1830 ist die Krönung einer seit dem 16. Jahrhundert mit unendlicher Geduld und größter Ausdauer befolgten Politik gewesen.
3. Die Sklavenhandelskolomen an der Westküste.
I. Die niederländischen Kolonien.
Vgl. insbesondere die Untersuchung von 6e ^onge.ve oorspronZ van Neor- lincl's bs^ittinZkn op 6s lcust. von Guinea, IlaaZ 1871, besonders wertvoll durch die im Anhang mitgeteilten Urkunden. Eine ausführliche Darstellung der Ge-
Nassau gibt als Durchschnittswert des Exports aus den Concessions für die Zeit von 1742—1765 1722000 1, für die Zeit um 1770 3—4000 0001 an; in den Jahren von 1785—1788 schwankte der Wert des Exportes (ohne die Korallen) zwischen 2^2 und 4^4 Millionen 1. Vgl. N^sson a. a. O. S. 489, 493 ff., 502.
2) Der Export von Marseille nach Algier belief sich in den Jahren 1776—1787 im Durchschnitt auf 238000 1, der Import aus Algier auf 522400 1, Nasson S. 580.