Die AnMtavereiöewegung.
i.
Erste Phase der Bewegung: Der international-christliche Anfang. Der Anstoß von Rom. — Der Kardinal Lavigerie und dessen Kreuzzugspredigt in Paris (Vorschlag der Gründung eines Ordens afrikanischer Ritter), in London (Aufforderung der europäischen Mächte zur Mitwirkung, der Brief Camerons), — Geteilter Erfolg in England. — Lavigeries Rede in Brüssel. Rischof Kornm in Lüttich. — Denkschrift des Kardinals an die Generalversammlung der deutschen Katholiken in Freiburg. — Der Frciburger Antrag. — Die große Versammlung zu Köln. — Die Reden von Wißmann und Fabri. — Die vier Resolutionen. — Kritik der wichtigsten derselben. — Weshalb eine gemeinschaftliche Aktion der Mächte in Afrika schwerlich zu erzielen ist. — Die Franzosen und Engländer in Afrika. — Hauptmann Wißmann. — Die ägyptische Regierung und der Sklavenhandel. — Die englischen Niederlagen im Sudan. — Der Sklavenhandel im Roten Meere.
Über die Notwendigkeit, die entsetzlichen Greuel der Sklavenjagden und des Sklavenhandels überhaupt in Afrika abzustellen, herrscht wohl nur eine Meinung unter allen christlichen Kulturvölkern. Diese Greuel sind durch so viele Missionare und Afrikaforscher jahraus, jahrein berichtet worden, daß man sich eigentlich über den späten Eintritt der Antisklavereibewegung wundern und der Jnscenesetzung derselben ganz andere Beweggründe als das traurige Los der Neger zuschreiben könnte. In der That hat man sich auch in dieser Hinsicht zu den seltsamsten und abenteuerlichsten Hypothesen verstiegen, die trotz ihrer Lächerlichkeit ihre Kreise von Gläubigen gefunden haben. Die einen, Revanchepläne witternd, glaubten, der Kardinal