Die Küstenplätze
Dar-es Sataam, Uangani, Kitwaund Lindi
in ihrem heutigen Zustande (April 1889).
Nach Hugo Zöller*) mit Ergänzunzen von Freiin v, Blllow**) u, a.
1.
Während in früheren Sultanszeiten bloß am Ufer aufgestellte rote Fähnchen die bei der Einfahrt in die flußartige Seebucht von Dar-es-Salaam innezuhaltende Fahrstraße bezeichneten, sind dort neuerdings von unseren Kriegsschiffen Bojen verankert worden. Die Scenerie der Umgebung von Dar-es-Salaam, das landschaftlich viel schöner als Bagamoyo gelegen ist, gehört zu den lieblichsten, die man sich vorzustellen vermag. Obwohl sich ziemlich weit landeinwärts bis zu 1200 und 1500 Fuß ansteigende Höhenzüge erheben und die nähere Umgebung der Küste, ebenso wie bei Bagamoyo, vollkommen flach ist, tritt vor der Anmut dieser mit Baobabs und Kokosvflanzungen umsäumten Buchten der vollständige Mangel alles dessen, was man großartig nennen könnte, in den Hintergrund. —
*) Von dem bekannten Berichterstatter der „Kölnischen Zeitung" (Juli 1389); wir werden diese interessante Darstellung aus einem Privatbricfe der Freiin v. Biilow ergänzen, da Z. nur vorübergehend hier verweilte.
**) Privatbrief mitgeteilt in der „Kolonialpolit. Korrespondenz", 1837, Nr. 32. Dar-es-Salaam lassen wir besonders eingehend schildern, weil eS heute als strategischer Punkt und als künftiger Ausgangspunkt der ersten und wichtigsten Eisenbahn die Aufmerksamkeit auf sich zieht.