Völkerschaften zwischen Womöas und dem Kitima Mscharo*).
1. Die Manila.
Von Mombas, dem Städtchen auf der Koralleninsel desselben Namens, pflegt man auf einer Fähre nach dem nahen Festland überzusetzen, wo das Land vom Meeresstrande sanft und allmählich aufsteigt. Anfangs trifft man noch zahlreiche Kokospalmen, um welche einzelne Hütten von sehr armseliger Bauart sich lagern; Weiler landeinwärts werden sie seltener, und niedriger Buschwald oder hohes Gras sängt an, das Land weit und breit zu bedecken. Die ersten anderthalb bis zwei Stunden befinden wir uns noch unter den mohammedanischen Suahelis; hinter ihnen beginnt das Gebiet der heidnischen Wanika (sinx. Mnika oder Emnika) deren einziger Reichtum in ihren Viehherden besteht; etwa füns Stunden weiter aber sängt das Gebiet der Manila bereits an, in die Grenzen der gleichfalls heidnischen Wakamba überzugehen. Die Manila sind zugleich die unmittelbaren Nachbarn der Gallas, bis auf 60 englische Meilen weit. Die Dörfer in der unmittelbaren Nachbarschaft von Mombas sind zum Teil abhängig von der Regierung des Jmam von Maskat, da die zeillichen Interessen der Manila mit denen der Leute
*) Nach vr. G. E. Burkhardt, Die evangelische Mission auf dem Festlande und den Inseln von Ostasrika. Bielefeld 1860.
**) Die Präfixen U, Wa und M bedeuten bei den Ostafrikanern daS Land, seine Bewohner und die einzelne Person: Ugogo, das Land, Wagogo, die Bewohner von Ugogo, Mgogo, ein einzelner Mann.