GßaraKteristische Wilder aus dem östlichen Sudans.
1« Beim braunen Cäsar im Lande der Mombuttu.
Ich führe den Leser mit diesen Zeilen in ein Wunderland, in ein Land voll eigentümlicher Gebräuche, in eine jener noch kaum bekannten Gegenden unseres Wellkörpers, welche auf unseren Karten als die „Region der fernsten Nebelflecke" zu betrachten sind. Dort ist es, wo das Königreich der Mombuttu liegt, 160 gute Wegstunden vom letzten Ausschiffungsplatze am Gazellenflusse entfernt und bereits jenseits des dritten Breitengrades. Meine Erlebnisse in diesem seltsamen Lande sind der abenteuerlichsten Art, doch will ich zunächst nur meinen Einzug in die Residenz des Königs, meinen Empfang und die ersten Eindrücke daselbst mitteilen, da diese doch die bleibendsten sind.
Es war einer jener schönen Märztage, an welchen bei uns der Juli so reich ist; die senkrechten Sonnenstrahlen brannten vom Himmel, als unsere Karawane, über 300 Köpfe stark, durch die endlosen Bananenpflanzungen dahinzog, welche, vermischt mit bezaubernden Hainen von Ölpalmen, das ganze Land zu einem ununterbrochenen Garten, einem wahren Eden gestalteten. Eine Woche bereits schwelgte ich im Genuß dieser verbotenen Früchte, die niemand anrühren durfte, ohne dafür zu zahlen, da wir mit den Bewohnern auf freundschaftlichstem Fuße standen und jeden Grund zur Klage vermeiden mußten. Wir
Sudan, d. i. Land der Schwarzen, vom arabischen axaach schwarz.