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Die Engelswiege : aus der geschriebenen Chronica des D. Bernardus Fabritius bremischen Bürgers / mitget. von Bernhardine Schulze-Smidt. Zeichn. von Margarethe von Reinken
Entstehung
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ZWEITES STÜCK

ls des Morgens Roth hinter Sanct Mar­tini Dach und Thurm mählig am grauen Gewölbe emporklimmen wollte, und ward hinwiederum vom Nebel verschlungen, trat Frau Ghese de Vechten aus der ehelichen Kam­mer hervor aufs Hängewerks; ver­blieb im Schatten, bis daß ihr Hei- liken vorüber mußte, und zog es all- dort zum letzten Valet in die mütter­

lichen Arme, küßte das rothe Mündlein mit herben Lippen und schlug ihre Augen erdenwärts. Zeichnete dem Kinde mit dem Daumen das Kreuz auf die Stirn und ließ stumm von ihm ab. Wendete sich dann stracks ins Finstere zurück und öffnete den Schrein, darinnen, nebst den geweihten Kerzen im Stapel, heilig verwahrt, die Röcklein und Windelein ihrer drei toten Söhne gelegt waren, deren zweie, die Namen-

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