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Bremische Biographie des neunzehnten Jahrhunderts / hrsg. von der Historischen Gesellschaft des Künstlervereins
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Hasenkamp.

Tätigkeit, ohne außergewöhnliche Schicksale, aber in stetem Zusammen­hange mit den edelsten Bestrebungen in Wissenschaft und Kunst. Reisen führten ihn nur noch wenige Male über Mitteleuropa hin­aus. 1369 war er mit seinem Freunde, dem feinsinnigen Shake­speare-Forscher Nikolaus Delius, 1878 in Begleitung einer Tochter in Italien; später suchte er für Sommerreisen vorzugsweise die Alpen auf. <Lr sah allmählich eine Reihe von Aindern, dann von Enkeln und schließlich auch von Urenkeln um sich herum heran­wachsen. Das Alter brachte ihm zwar manche Beschwerden, ver­mochte aber seiner Lebhaftigkeit und seiner geistigen Rührigkeit wenig anzuhaben. <Lr erfreute sich an den Werken der ihm geistesver­wandten Denker und Dichter, die ihn stets neu erfrischten. Seine erste schriftstellerische Arbeit hatte er 1836 veröffentlicht, die letzte erschien I899. Im Alter von 86 Iahren starb er am 20. No­vember 1900.

Von Hartlaubs ornithologischen Veröffentlichungen ist ein großer Teil in französischer oder englischer Sprache geschrieben. <Lin Schriften- Verzeichnis findet sich in Abh. Nat. ver. Brem. XIX, S. -199508. Die ziemlich zahlreichen in der Tagespresse erschienenen Aufsätze sind indes nicht in das Verzeichnis aufgenommen. Über seine Aar- pathenreise vgl. Bremer Sonntagsbl. v. Aug. u. Sept. 1857, wieder­abgedruckt 1900 vom ungar. Aarpathenverein. In Verbindung mit italienischen Reiseerinnerungen auch in dem HefteBergauf und bergab" (als Manuskr. gedr.). Über Treviranus in Biogr.

s. 559590.

Lit.: Moritz Lindeman in lveser-Z. v. 1. Dez. 1900; R. Blasius in Zeitschr. f. Vrnithol. 1. Jan. IM; p. Leverkühn in Iourn. f. Vrnithol. Juli IM; w. G. Focke in Abh. Nat. ver. Bremen, XIX, S. H85ff.; private Mitteilungen von Prof. Clemens Hart­laub. N). O. Focke.

Hasenkamp, Christoph Hermann Gottfried, der erste Pastor der 181? gegründeten Gemeinde Vegesack, Menkensinnigster Freund", wurde am 3. März 1?7H als Sohn des Rektors am Gymnasium zu Duisburg Johann Gerhard h. geboren, und dort verlebte er, nach dem 1777 erfolgten Tode des Vaters zunächst von dessen Halb­bruder Friedrich Arnold h. geleitet, seine ganze Jugend, hier ab- solvierte er auch 1?95 sein akademisches Studium, wurde 1?93