Die sieben letzten Erjbischöse, bis znm westphälischen Frieden ZZ
Ansehens und ihrer Gerechtsame. Er starb am 24. December 1496 in Münster, Zu seiner Zeit schlug der Blitz in den Dom.
Neue Geschichte.
Erster Abschnitt.
Von den sieben letzten Erzbischöfen, bis zum westphälischen Frieden und der Sä- cularisarion des Erzbisthums. Jahr 1496 — 1S48-
Die traurigen Umstände, in welchen Heinrich II. das Erzbis- thum zurückgelassen hatte, verursachten, daß die mehrsten Mitglieder des Domkapitels, damit das Stift sich erholen möchte, sich nach einem reichen und die Ruhe liebenden Nachfolger umsahen. Deswegen fielen die meisten Wahlstimmen auf den gelehrten, frommen und willfahrigen Domprobst, vc-cret-llium et ?->nc1eQtarum Ooetor, Joh. Rode den Jüngern, eines Bremischen Rathsherrn Sohn, der damals etwa 52 Jahre alt war, und in der Reihe der Bremischen Erzbischöfe Johann III. genannt wird. Konnte er auch wahrend seiner Regierung nicht immer den Frieden erhalten, so kamen doch dem Erzftiste die großen Güter sehr zu Statten, die er von seinem Oheim, dem Domprobst, Joh. Rode dem Aeltern, geerbt hatte; da sich aber viele vornehme Personen im Domkapitel befanden, die, so wie der ganze Landadel und die Städte des Erzstifts, lieber einem Erzbischof von noch angesehenerm Geblüte gehorcht hätten, z. B, dem Herzog Johann von Sachsen-Lauenburg, oder dem Graf Otto von Oldenburg, die sich auch beide um diese Würde bemühten, so erweckte dies dem Erzbischof Johann Rode gleich anfangs vielen Verdruß. Doch er blieb Erzbischof, und nahm schon im Jahre 1500, mit Genehmigung des Domkapitels, den Herzog Christoph, einen Sohn des Herzogs Heinrich von Braunschweig, damals erst 13 oder 14 Jahre alt, zum Coadjutor an, um durch diese machtige Verbindung sich Beistand gegen seine widerspanstigen Landesstände