SCHLUSSWORT.
Bei Aufstellung von Gebirgsbildungstheorien, in politischer und wirtschaftlicher Beziehung, bei geologischen und geographischen Fragen kann eine Betrachtung der Richtungsverhältnisse von Kamm- und Thalbildungen angenehme Hilfen leisten. Und bildet bei allen oro- metrischen Untersuchungen immer die Frage nach der wissenschaftlichen und praktischen Bedeutung der einzelnen Werte den Ausgangspunkt, wird bei einer Auswahl der zu berechnenden orometrischen Werte an die Worte Ritters 1 gedacht: „Es ist nicht, wie er so häufig in Statistiken und Geographien vorkommt, von einem Mifsbrauch der Zahlen die Rede, wie er sich nur zu leicht da einschleicht, wo auf die Zahl selbst der Wert gelegt wird, der nur der relativen Bedeutung des Verhältnisses angehört, das die Zahl bezeichnet. Hier soll die Zahl nur als Begriff des Wertes verschiedener Verhältnisse zu deren gegenseitigen Vergleichung und zum Zusammenfassen eines räumlichen Systems von Verhältnissen selbst dienen" — dann verlieren orometrische Untersuchungen den Charakter des vielfach Gekünstelten, dann gewähren sie auch ein anschauliches Bild orographischer Verhältnisse und deren Wirkungen.
1 Ritter, S. 136.