III. ALLGEMEINER UND ZUSAMMENFASSENDER TEIL.
Geologie.
Der Böhmerwakl gehört zu jenen uralten Gebirgen des mitteleuropäischen Typus. Längst ist der oberflächliche Ausdruck seiner inneren Tektonik verwischt; jüngere Dislokationen beeinflufsten die Landschaft nur in geringem Mafse. Und so sind seine orographischen Züge fast lediglich das Produkt der Erosion und Denudation einerseits, der verschiedenen Widerstandsfähigkeit der Gesteine andrerseits. Das Gebirge besteht im wesentlichen nur aus Granit und archäischen Gesteinen: Gneifs, Glimmerschiefer, Hornblende; Kalk fehlt ganz. Von den Seen befinden sich
im Gebiete des Granits der Plöckensteinsee,
- Gneifses die beiden Arberseen und die Rachelcirken, Glimmerschiefers: Schwarzer und Teufelssee, Gneifsglimmerschiefers im mehrfachen Wechsel mit Granit: Lakkasee, auf der Grenze zwischen Granit und Glimmerschiefer: Stubenbacher See.
Ftir den Teufelssee und den alten Rachelcirkus erwiesen sich die Angaben über einen sich in ihrem Bereiche vollziehenden Gesteinswechsel als falsch. Die tiefsten Becken liegen im Glimmerschiefer, der ja auch oberflächlich die schroffsten Formen erzeugt. Mehr oder weniger deutliche Spuren von Dislokationen, z. B. Harnischbildungen, wurden in der Umgebung fast aller Seen nachgewiesen (mit Ausnahme des Stubenbacher und Teufelssees). Eine feste Felsschwelle derselben war nirgends erkennbar; nur das Arberseeloch zeigte in seinem vorderen, von der Sumpfschicht entblöfsten Teile horizontale, geglättete Felspartieen, endend in einer kleinen Thalstufe.