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II. Einzeldarstellungen.
Thermische Erscheinungen.
Das Wasser des Zuleitungskanals zeigte am 18. August 1896 9 °, der Seebach im Granitgebiet 7°, der Rachelbach im alten Cirkus 8°, der erste Bach in der Seewand 9 °, der Abflufs 12,5 °. Das Seewasser ergab bei einer Lufttemperatur von 11 0 folgende Reihe:
Oberfläche
1 m
2 -
3 -
4 -
5 -
6 -
7 -
8 -
9 - 10 - 14 -
Optische Erscheinungen.
Es wurde bereits früher auf die bräunliche Färbung des Wassers hingewiesen, die hervorgerufen wird durch den hohen Gehalt an humussauren Alkalien und den Eisenockerabsatz. So stellte sich auch bei Anwendung der Skala der See als der dunkelste heraus, er zeigte Nr. 16. Die Sichtbarkeitsgrenze lag tiefer, als man erwarten konnte, bei 2,8 m (Bayberger giebt 0,3 —0,4 m an).
Schnee- und Eis Verhältnisse.
Das Forstamt Spiegelau berichtet aus dem Winter 1896, 97 folgende Beobachtungen: Anfangs November überzogen sich die Ränder des Rachelsees mit Eis; Ende desselben Monats war der See zugefroren. Zu Anfang Dezember betrug die Decke des Eises in der Mitte 40 cm, am Rande 38 cm, im April 10 cm am Rande. Ende April war der Rand eisfrei; die letzten Reste verschwanden unter Einwirkung der Triften Anfang Mai. In der ersten Dezemberwoche lag der Schnee in der Mitte des Sees 80 cm, unter der Seewand 90 cm, am Ausflüsse, wo der Schnee angeweht war, 1,54 m tief. An letzterer Stelle lag Mitte April noch 1 m Schnee.