Beginn der planmäßigen Unterwerfung
ank den bisher getroffenen Maßnahmen und der ausgezeichneten Haltung der Truppe war es möglich gewefen, die Rebellion innerhalb der räumlichen Grenzen zu halten, die fie etwa in den erften fechs Wochen ihres Beftehens erreicht hatte. Wenn fich bis jejjt tro§ vieler Mißerfolge erft eine kleine Zahl Auf ftändifcher unterworfen hatte, fo wird man die Erklärung hierfür bei einem Teil, und namentlich bei den Führern, in der Furcht vor Strafe zu erblicken haben, bei einem andern Teil, wie z. B. bei den Wangoni und den Wabunga-Mafiti, in dem Erwachen alter, durch die deutfche Herrfchaft lange niedergehaltener Kriegsluft und in dem neu gewonnenen Gefchmack am Rauben und Beutemachen. Mit der Tatfache, daß den Askarigewehren nicht harmlofes Waffer, wie die Aufwiegler gelehrt hatten, fondern tötliches Blei entfuhr, wußte fich die Mehrzahl der Rebellen um fo leichter abzufinden, als die Zauberer fofort nach den erften Niederlagen verkündet hatten, die Gefallenen wären nur auf kurze Zeit aus dem Leben ge- Ichieden und würden bald wieder mit erneuter Kraft erwachen.
Es bedurfte daher noch erhöhter und unabläfiiger An- ftrengungen von deutfcher Seite, um die Wiederkehr geordneter Zuftände herbeizuführen. Mit diefen endgültigen Unterwerfungsaktionen werden fich diefes und die fpäteren Kapitel unferer Dar- ftellung zu befchäftigen haben.
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