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Bd. 5 (1902) [Urkunden von 1411 - 1433]
Entstehung
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(1426).

Nr. 308.

Der Rath schliesst einen Vertrag mit dem Maurermeister Evercl über seine Dienste bei Bau und Besserung des neuen und des alten Rathhauses, der Schuhbuden

und des Knochenhauses.

1426. l )

Wy borgermestere unde radmanne der stad Bremen hebben uns vorgaan mit Everde den murmanne, also dat he uns unde unser stad schal unde wil denen mit stenen to stekene, dar des behoff unde to doende is, unde dar id leket a ) up de ver huse, radhus dat nye unde dat olde radhus, de schoboden unde dat knokenhus mit siner tobehoringe, darvore wy den vorscr. Everde gevryet hebben schotes wacht unde borgerwerkes. Wer ok, dat desse vorscr. hus deckens butene behoveden, dat he dat dede, dat schal me em Ionen by dachlone, alse mogelik is. Datum anno etc. XXVI to -

') Nach einem gleichzeitigen Notat auf Papier im hiesigen Archive. Gedruckt Brem. Jahrb. II, 8. 433 Note.

z-f.z.'^.C

Nr. 309.

Der Deutschordens-Comthur in Bremen, Hermann von Gimpte, an den Ordensmeister in Livland, hat die Bezahlung der von ihm im Interesse des Ordens gemachten Schulden zur Bedingung der ihm befohlenen Uebertragung der Comthurei an den Bremischen Rath gemacht, und bittet für Erfüllung dieser Bedingung zu sorgen.

Ende 1426. J )

Derne erwerdighen mester to Liiffland kome desse breff, myt werdicbeyt gescreven. Mynen willighen horsam tovor. Erwerdighe gnedighe her meister. Juwer werdicheyt breve hebbe ik wol vernomen, dat ik sohle to jw in Liffland komen und des amptes to verlatende, alse gi my screven und enbodden by hern Enghel-

a ) Das Verb, leken in der hier vorkommenden Bedeutung findet sich nicht im Mitlelniederd. W.-B. 'Das Stammwort scheint das dort 2 p. 613 genannte lak alt/r. lek = Mangel, Gebrechen zu sein. In diesem Sinne hatte ich im Korrespondenzbl. des Ver. f. niederd. Sprache 1886 Nr. 4 S. 58 auf das Wort aufmerksam gemacht und hinzugefügt, gleich lecken könne das Wort offenbar nicht sein, da am Schlüsse der Urkunde ausdrücklich vom Haus­decken die Rede sei. Ebenda S. 79 finden sich zwei Antworten von zwei Sprachgelehrten, von denen die eine unter Hinweis auf altschwed. lacka, altholl. laeeken, engl, to lack meiner Vermuthung recht gibt, die andere leken mit läk'n, leck sein identificirt. '