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Bd. 5 (1902) [Urkunden von 1411 - 1433]
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1426. Juli 21.

Nr. 300.

Der Deutschordensmeister von Divland berichtet dem Hochmeister über die Verhältnisse der Bremischen Comthurei und ersucht ihn, in gleichem Sinne, wie er gethan, an den Bremischen Math und an den dortigen Ordenscomthur zu schreiben. Riga, 21. Juli (?) 1420. x )

Dem erwirdigen geystlichin manne, homeister dütsches Ordens, mit allir werdikeit. Unszen demütigen gar willigen gehorsam alezeit vor. Erwirdiger genediger lieber her meister. Wir tlran euwir gnade demuticleieh zeti wisszen, daz uns faste vele mysseliegelielikeit vorteilet von unszem cumpthur zeu Bremen und myt' unszes ordina hwsze und liove und daz dorzcu gehöret doselbegest und daz daz ampt faste geblosszet wirt und die lantguter dovon vorsattzst und entfromedet werden, das uns die stad zeu Bremen oft'te clegeleiclfen geschreben hat. Ouch hatte wir darumme unszer dyner eynen dahin gesant, dy warheit zeu dirfaren; der is wederkomen und hat uns noch mee dovon gesaget, denne wir nach wüsten. Und darumme haben wir nach rathe unszer gebittiger an die stad zeu Bremen unszen betebriff gescreben und en das kumpthurampt vorgenant empfolen inezunemen und zeu unszes ordins truwe haut zeu vorstehen bis zeu de zeeit, das wirs myt unszem capittele und ge- bittigeren zeu rathe werden, wy wirs domete losszin wellen. Auch haben wir dem kumpthur dovon gescreben und in des amptes vorlosszin und in wedder zeu uns ken Liift'land geheisschet, als euwir genade in dessen ingeslossen copien woll wirt vornemen. 2 ) Warumme wir demuticleichin bitten, euwir gnaden vorsiebtigen rath ouch hirzcu zeu keren und wellen an dy vorgenante stad ouch screiben, daz sie sich demütigen und thun unszem ordin das zeu gute, das kumpthurampt inzeunemen und zeu vorstehen, noch innehold der copien etc., und auch demselbigen kumpthur wellen ernstleich screiben, daz her weder in seynen ordin zeu Liifflande zeuzeiehe, und das der briff in der stad briff von Bremen vorslossin werde, das her im nicht ee"zcur hant werde, ee dy stad ir brife geleszen habe. So haben wir myt unszen brifen ouch gethan. Wir besorgen uns anders, wurde em desse zeeitunge ee wenne der stad zeu wissen, her solde bosse rechenschafft thun und nummer zeu Liifflande komen. Wenne her uns und alle unsze gebittiger gar obel und hoch hat vor- sprochen doselbigest vor dem Volke etc. Geschege ez ouch, daz her zeu euwirn gnaden queme, darane wir doch sere zcwyfelen, und wolde sich in ettzlichin sachin vorentworten etc., so geruche euwir gnade zeu wisszin, daz her ettzlichir mosse wankensam von synne ist; ap her sich hüte mit wurten vorrennet, daz wel her gerne morgen wederruffen. Doch euwir genaden wiissheit weys daz wol, wie man domete muss durch die vynger sehen, uff daz wir in weder zeu lande kregen etc. Gegeben zeu Rige, am tage 7 fratrum dormientium anno etc. 26.