Das höchstrühmlich geführte Leben, und darauf erfolgte hochselige Absterben
Des
Hochwohlgebohrnen, Magnifici, Besten, Hochgelahrten, und Hochweisen Herren
Herren Senrici von Meier,
Bei Lebzeiten hochfürtreflichen ICti, und dieser des Heil. Rom. Reichs Freyen Stade Bremen höchstverdienten ältesten und jetziger Zeit
Præfidirenden Herren Bürgermeisters,
auch Vifitatoris derer Kirchen auf dem Lande.
s erblickte der Hochselige Herr Præfident das Licht dieser Welt im Jahr 1678. den 29. April; und ist entsproffen aus einem uhralten/ hochfürnehmen und um das gange gemeine Wesen von langen Jahren her höchstverdienten Geschlechte.
Der Herr Vater war der weiland HochEdle, Veste, Hochgelahrte/ Hochachtbare und Hochweise Herr Henricus Meier, beider Rechten wohlgewürdigter Doctor, und erstlich derselben am hiesigen Illuftri Gymnafio Profeffor, nachhero wohlverdienter Raths Herr. Die Frau Mutter war, die HochEdle/ Hoch Ehr und Tugendreiche Matrone, Frau Gebecca von Heerden.
Väterlicher Seite ist gewesen der Groß. Water T. T. Zerr Zenrich teier/ wohlverdientes Mitglied, nachmals Senior des lóbl. Collegii derer Elterleute hiefelbsten.
Die Frau Groß, utter T. T. Frau Gerdruth Chytrain, des durch seine besondere Ges lahrtheit und gedruckte Sammlung seiner schönen lateinischen Gedichte sehr berühmten T. T. Gerren Matthai Chytrái, J. U. L. auch hochverdienten ältesten Herren des Raths und T. T. Frais Belia Wachmans cheliche Tochter. Jener war ein Sohn des in der gelehrten Welt gleichfals fetyr berühmten T. T. Herren Cathanis Chytrái, S. S. Theol. Profeff. aud) Rectoris Magnifici perperui des hiesigen Illuftris Gymnafii; ein Bruder eines grossen Theologi in der protestantischen Kirche, T. T. erren Davidis Chytrai/ welcher unter denen Verfassern des ConcordienBuchs sich vielen Ruhm erworben hat; und T. T. Frau Gerdruth Prengers, des T. T. Gerren henrich prengers, wohlfürnehmen Naths Herren der Stadt Rostock, und T. T. Grau Gets druth Levarden eheliche Tochter. Diese war eine Tochter T. T. Zerren Johann Wachmanns, wohlverdienten Rathsverwandten dieser Stadt, und T. T. Frau Jlfa Brefftings; Deren Vater gewesen T. T. err Hermann Breffting/ Patricius allhier, ein Bruder des wegen seiner Meriten und Rechts- Gelahrtheit höchstberühmten T. T. Herrn Bürgermeisters Zenrici Krefftings.
Der Ueber Groß Vater ist gewesen T. T. enrich Meier, fürnehmer Kauf und Handelss manu allhier, welcher abstammet von einer im Limburgischen berühmt gewesenen adelichen Familie des rer Meiern von Ratlo.
ans
Die Uebers Groß- Mutter T. T. Frau Cunigunda Dinklagen/ T. T. Herrn Dincklagen;( welches Dinslagische Geschlecht feine ansehnliche Güter im Westphälischen besessen) und T. T. Frau Anna Averdams eheliche Tochter.
Mütterlicher Seite war der Groß- Bater T.T.Herr Johannes von Heerden, fürtreflicher ICrus, höchstmeritirter Bürgermeister und Scholarcha.
Die Frau Groß Mutter T. T. Frau Bebelia Bollen, welche war eine Tochter T. T. Zerreit Johann sollen des Aeltern, Raths Herren dieser Stadt, und T. T. Frau Gebecca Meiern. Der Ueber- Groß- Bater T.T. Herr Johannes von Heerden, fürnehmer Patricius, auch Burgers meister hiefelbst; ein Sohn T. T. Herren Burchhard von Heerden, Kathsverwandten allhier. Die Ueber Groß- Mutter T. T. Frau Anna Wilckens; welche aus einem alten vormahls berühmten Geschlecht gebohren.
Es hat der hochfel. err Præfident, nachdem Ihm sein Herr Vater gar frühzeitig durch den Tod entrissen, von der Frau Mutter eine sorgfältige Erziehung genossen. Im Jahr 1683. ist Er in hiesiges Pædagogium geschicket, und nachdem Er alle Classen mit besonderem Fleiß und Ruhm Durchgegangen, ist Er im Jahr 1695. um Ostern ad lectiones publicas promoviret. Da Er denn unter der Anführung der damals berühmten Hrn. Profefforum, als in der Beredsamkeit bei dem rn. Diderico Sagittario, in der Weltweisheit bey Hr. Johanne Tabingio, S. Theol. Doct. unb Dr. Johanne Eberhardo Schwelingio, J. U. Doctore, ejusdemque Facultat. ut& Philofoph. Prof. P. O. in der Mathefi bei dem Architecto Hermann. Bruggemann, in der Rechts. Gelahrt, heit bei dem Hrn. Doctore Johanne von Rheden,( welcher nachmals durch viele Ehrenstuffen zur Bürgermeisterwurde gestiegen) wie auch denen Hrn. Doctoribus Alberto Meier, und vorwohlbemelds tem Hrn. Joh. Eberh. Schweling; so denn auch in der Wissenschafft der heutigen geschliffenen Spras chen unter der Anweisung geschickter Anführer solchergestalt glücklich zugenommen, daß Er auch schon in frühen Jahren davon hat Beweisthümer ablegen können. Wovon unter anderen die unter dea Vorsiz des Hrn. Schwelingii im Jahr 1699. den 28. Junii von ihm als Auctore offentiidy gehaltene Difputation de libertate naturali& morali, eine genugsame Anzeige giebet, die so wohl gerathen, daß Der gelehrte Theologus, Sr. Hieronymus Guilielmus Snabelius in dem darzu gefezten Lobgedicht folgender Gestalt zu schreiben ist bewogen worden:
Cum tu fis talis, cur non es Nofter, Amice?......
Cur noftri non vis ordinis effe decus?
Confulti Juris, fi dicere vera jubetis,
Eximium bune vobis invideo juvenem
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