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Sie ist ganz ohne Werth; eS sind rohe Bilderbogen mit bnnten Farben darunter. ' Reschid Pascha hat diesen Kram seiner Zeit in Paris gekauft.
Nicht weit vom Palais von Tscheraghan, indeß dem goldenen Horn näher und gleichfalls auf der europäischen Seite des Bosporus, erhebt sich seit einigen Jahren ein neues Schloß ans Stciu: der Palast vvu Dvlma-Bagdsche. Das ist ein Bau der uach seiner Vollendung, der schönste im ganzen Umkreise der hiesigen Hauptstadt, die Moscheen ansgcuommcn, sein wird. Aus großen Quadern fügt sich das Gauze zusammen. Die SteiumcjMbciten sind ganz besonders schön und in orientalischem Geschmack gehalten.
Wochenbericht.
Theater. ^- Das mue Thcatergebäude in Karlsruhe ist am 17. Mai mit einem Lustspiel von dem Dücctor, Eduard Devrient, dessen große Verdienste sich immer mehr Anerkennung erwerben, und der „Jungfrau von Orleans" eröffnet worden. —
Die Versammlung der deutschen Bühnenvorstände wird am 10. Juli dieses Jahres zu Leipzig stattfinden. —
In Berlin ist am 28. d. M. ein neues Ballet von Taglioni, „Alphea" aufgeführt, Fräulein Marie Taglioui in der Hauptrolle. —
Der Münchener Intendant, Herr Ui-. Dingclstcdt, hat eine längere Urlanbsreisc angetreten; kurz vorher hat er Shakespeare's Heinrich IV. vollständig au zwei Abenden aufführen lassen. —
Mnfik. — Das 31. rheinische Musikfest hat am 13—18 Mai in Düsseldorf, unter Äiier Mitwirkung von 630 Personen, wovon 490 der Vocalpartic, 160 der Jnstrnmcntalpartie angehörten, stattgefunden. Die Leitung hatten abwechselnd Robert Schumann, Ferdinand Hillcr nnd Julius Tausch übernommen. Eröffnet wnrde das Fest mit einer Symphonie von Robert Schumann. (Nmall: Einleitung, Allcgro, Romanze, Scherzo und Finale, alles in einem Satz, ohne Unterbrechung, durchgespielt), die zwar bereits vor 8 — 10 Jahren cvmponirt, aber bisher weder aufgeführt, noch gedruckt worden ist. — Was die Düsseldorfer Musikzustände betrifft, so giebt ein Korrespondent der Rheinischen Mnsikzeitung ein sehr abschreckendes Bild (wahrscheinlich vor Allem gegen Schumann gerichtet), das uns deun doch etwas stark ins Schwarze gemalt zu sein scheint. —
Bildende Kunst. — Der Malcr Johann Schraubet pH ist im Begriff, au die Ausmalung des Speirer Doms, die er im Austrag König Ludwig's unternommen, die letzte Hand zu legen. Er gehört der streng katholischen Richtung an, und hält sich im Styl vorzüglich an Heinrich Hcß. „Mit dem Unterschied", setzt E. Förster am Schluß, einer längeren Kritik hinzu, „daß er eiu seineres, aber wcitergrcifendes Natur- stndium zeigt, in den Gewändern aber manchmal eine zu große Abhängigkeit von solchen Studien und ihren Zufälligkeiten. Die Umrisse sind mit großer Zartheit gezogen, so