Beitrag 
Aus neuen Büchern
Seite
59
Einzelbild herunterladen
 

welispicgel

59

er schwere Angriffe der Alliierten in Frankreich und mutmaßlich auch in Ruß­land aushalten muß, es sichnicht leisten kann", am Wardar und in Venetien sich billige Lorbeeren zu pflücken, um dafür womöglich die Westfront nachher zer­trümmert zu scheu, Ich habe nur einige besonders beachtenswerte Stellen aus dein Aufsatze des Generals Buat herausgegriffen doch schon hieraus kann man ersehen, dvch er sich bemüht, objektiv und unparteiisch zu urteilen. Doch emigs Male kaun selbst er sich nicht von der Überhebung dessiegreichen" französischen Offiziers freimachen, so z. B., wenn er urteilt, Generalfeldmarschall v. Hlndenburg ,,na' pas compns 1a Strategie 6u mareclmi I^ocn«. Wer von beiden großer m. sowohl als Feldherr wie auch als Meusch, wir wissen es ja. Ein höheres Lob, als hier in der Besprechung des Buches Buats, als auch in dem Aufsatz des

ue Ein- größtcn

. ....... Heerführer von

solchen Charaktereigenschaften und so großem militärischen Wissen und Können aufweisen.

Er ist ein Mann, nehmt alles nur in allem,

Ihr werdet nimmer seinesgleichen sehn! v. Germar

Tveltspiege!

Reden und Noten! Die große Nede, die Churchill am 25. September in Dundee gehalten hat, ist in Deutschland nicht immer geschickt, dafür aber mit um so größerer Sympalhie ausgenommen worden. Niemand hat gesehen, daß Ue, gerade in den Punkten, die nns vornehmlich interessant erscheinen, nichts als Ansichten wiedergab, die klarsehende Wirtfchaft5politiker schon seit zwei Jahren gepredigt haben und die mittlerweile zu Gemeinplätzen geworden sind. Trotzdem M es freilich noch nicht gewiß, ob sie auch praktisch befolgt werden. Bis sich vMe theoretisch richtige Auffassung, sogar wenn ihre Verwirklichung von der so­genannten öffentlichen Meinung als wünschenswert angesehen wird, in den Köpfen oer praktisch Ausführenden ausbreitet, dauert gewöhnlich länger, als in unserer Wnellebigen Zeit dieser veränderte Standpunkt aktuell erscheint oder als die Möglich­sten der Ausführungen bestehen bleiben. Es wäre unhöflich, dein englischen Staats­mann für seine gutgemeinten, in Frankreich jedoch charakteristischerweise nahezu totgeschwiegenen Ratschläge zum Wiederaufbau Europas, der doch auch Deutsch­land um Herzen liegen muß, mit hochmütigem Achselzucken oder mit Allklagen zu antworten. Aber es wird doch erlaubt sein, den Kommentar eines englischen Blattes selbst, derWestminster Gazette" vom 26. 9., zu zitieren, der das Motto tragt: Viclec> ineliora proboque, cleteriora seczuor.Churchill und die Regie­rung," so hei^ xs da,sthen und billigen das Nichtige, und doch stehen sie unter emem Bann, der sie zwingt, den verkehrten Weg einzuschlagen. Nichts konnte AMger sein als sein Gemälde der verschwenderischen und vereinzelten Nationen, "Uhts konnte gelegener kommen als feine Schilderung der Torheit, die riesige Operationen verlangt und gleichzeitig ihrer Bezahlung jedes mögliche Hindernis Mi ^ ^St. Aber warum handelt man nicht nach diesen Einsichten?

dn n ^ zu glauben, daß keine Nation einzeln handeln könne und daß.

" alle anderen Nationen den Kopf verloren haben, wir den unseren gleichfalls verlieren müßten. Das sehen wir nicht ein. Wir glauben im Gegenteil, daß, venn Großbritannien auf der Pariser Konferenz mit dem festen Entschluß er- Menen wäre, den gesunden Menschenverstand die Oberhand behalten zu lassen, «arte es viel dazu beitragen können, die Welt auf den rechten Weg zu leiten. 'Koer es oder seine Vertreter erschienen, wie man weiß, mit lächerlichen Wahl-