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Offenherzigkeiten
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Bücherschan

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Verbrechen galt. Läßt man Mörder, Totschläger, Räuber, Brandstifter, Spitz­buben, Gauner usw. usw. gewähren, so haben schließlich die Sünder gegen die ßs 216, 220 StGB, dasselbe Recht. Von diesem Standpunkt aus sind Goldstein und Quessel auf dem richtigen Wege. Teilt ihn irgendein honoriges Mitglied der S. P. D.?

Den Schwarmgeistern entgegenzuhalten, daß der Neomathusianismus immer nur eine Spielerei überhitzter Köpfe und ausgelaugter Überbildeter sein wird, hätte wmig Zweck. Denn die Vorkämpfer des allerneuesten bethlehemitischen Kindermordes können sich darauf berufen, daß Malthus keineswegs auf schlimmere Zustände stieß als sie. Was entscheidend sein muß, ist die ungeheure, die letzten staatlichen und sittlichen Fundamente zerstörende Verwahrlosung, die die Goldsteinerei notwendig zur Folge haben wird. Eine Nation, die die Tötung werdenden Lebens jedermann frei gibt, streicht sich dadurch nicht nur mit eigener Hand aus der Liste der Lebendigen, sondern verschmutzt auch ihr feinstes Seelisches bis in die letzten Aus­strahlungen. Zur Kennzeichnung des Zeitgeistes von 1920 wird es dereinst genügen, daß solche Bestrebungen sich überhaupt ans Tageslicht wagen durften. Man scheute, von Grauen geschüttelt, vor ihnen zurück, solange sie durch die Dunkelheit schlichen; man verliert den bescheidenen Rest von Hoffnung, daß dem deutschen Volke doch noch ein neuer Aufstieg beschieden sein könnte, wenn man feststellen muß, daß sich führende Männer, führende Parteien in ergreifender Schamlosigkeit vor aller Welt zu Förderern des völkischen Verbrechens aufwerfen. Mulay tzasfan

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Das Problem Japans. Politische Be­trachtungen über Japan und seine Be­ziehungen zu anderen Völkern, sowie über die Weltpolitik der Pazifikländer. Von einem ehemaligen Gesandtschaftsrat im fernen Osten. Aus dem Englischen über­setzt von Prof. Job. Sauter. Verlag K. F. Koehler, Leipzig. Preis geheftet 25, M., gebunden 32, M. In dem vorliegenden Buche schildert uns ein ausgezeichneter Kenner japanischer und ostasiatischer Verhältnisse, ein klarsehender Weltpolitiker das Problem Japans. Erst im Laufe der Jahre werden wir erkennen, wie >«S dies Land im Weltkrieg verstanden hat, seine Bedeutung als Großmacht, seine Stellung als Beherrscherin des Ostens zu erweitern und zu festigen. In kurzsichtiger Politik hat Eng­land Japan zu dem Ziele verholfen, nach «m seine Beherrscher, eine kleine hinter dem dem Throne stehende Gruppe, seit der Restaurationsperiode 1^63 streben. Unmöglich kann das riesenhafte Emporblühen Japans, das von den Vereinigten Staaten mit ängst-

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licher Spannung verfolgt wird, für Europa ohne Folgen sein Welche Bündnisgruppen auch in Zukunft erstehen werden, immer wird Japan eine aktive oder passive Rolle dabei spielen.

Der uns fehlende Blick für Weltpolitik ist mit ein Hauptgrund, daß Deutschland heute am Abgrunde steht. Das vorliegende Buch wird für jeden, der den kommenden Er- eig issen in der Weltgeschichte nicht blind gegenüberstehen will, eine Fundgrube reichen Wissens sein. Wir können es unseren Lesern nur aufs wärmste empfehlen.

KriegSwolken im fernen Osten. Von C. I. Wolff, Major z. D., Berlin-Steglitz. Max Myrauch, Verlag, 8 Mark. Das Buch beschäftigt sich auf Grund geschichtlicher Darlegungen mi> der zukünftigen Politik Japans und prophezeit ein ncueS Bündnis zwischen Japan, Deutschland und Rußland, unter dem Eindruck der Unveimeid- lichkeit einer künftigen Abrechnung zwischen Japan und Amerika. '